Laura Dicks Paraden, Selina Cercis Doppelpack (49. & 67.) und Linda Natters Volley (90.+3) sicherten der TSG Hoffenheim einen überraschend deutlichen 3:0-Sieg gegen Eintracht Frankfurt. Die Hoffenheimerinnen nutzten zwei haarsträubende Fehler der Eintracht-Defensive und schossen sich damit an die Tabellenspitze.
Laura Dick hält Hoffenheim mit ihren Paraden im Spiel
Laura Dick wusste, dass gegen das Spitzenteam aus Frankfurt viel Arbeit auf sie zukommt. Und die deutsche U23-Nationalkeeperin war früh gefordert: Erst parierte sie gegen Geraldine Reuteler (7.), nur wenige Minuten später war die 22-Jährige gegen Remina Chiba erneut gefordert (14.). Dick zeigte jedoch nicht nur starke Reflexe auf der Linie. An der Strafraumkante wischte sie den Ball vom Fuß der erneut heranstürmenden Reuteler (35.), und verkürzte keine zwei Minuten später geschickt den Winkel gegen Rebecka Blomqvist (37.). Sie hielt die Null und alles, was in der ersten Halbzeit auf ihr Tor kam, hatte allerdings auch etwas Glück, dass Chiba in der Nachspielzeit von der Kante des Fünf-Meter-Raumes daneben schoss.
Hoffenheim brauchte bis zur 32. Minute, um das erste Mal gefährlich zu werden. Doch Dominika Grabowskas Freistoß zischte knapp über die Latte. Selina Cerci versuchte es kurz vor der Pause mit einem Verlegenheitsschuss aus 30 Metern (45.).
Cerci schnürt den Doppelpack für Hoffenheim
Das änderte sich in der zweiten Halbzeit: Nach tollem Zuspiel von Feli Delacauw stand Jill Janssens auf dem rechten Flügel frei. Ihre Flanke köpfte Cerci zur 1:0-Führung der TSG Hoffenheim ein (49.). Anschließend hätte Lisa Doorn sogar erhöhen können, doch Hoffenheim blieb der Doppelschlag verwehrt, weil Doorn ihr Ziel verfehlte (52.). So war es Selina Cerci vorbehalten, für den Doppelschlag zu sorgen. Sie profitierte bei ihrem Treffer zum 2:0 (67.) von einem wilden Fehler von Frankfurts Innenverteidigerin Noemi Ivelj, die gegen Cerci ins Dribbling ging, statt den Ball seriös zu klären.
Anschließend ließen die Hoffenheimerinnen Frankfurt kaum noch zum Zug kommen. Was trotzdem aufs Hoffenheimer Tor kam, konnte Laura Dick locker abfangen. Ganz anders Eintracht-Keeperin Lea Paulick. Sie faustete eine eigentlich harmlose Freistoßflanke genau vor die Füße von Linda Natter, die keine Mühe hatte, ins leere Tor einzuschieben.
Hoffenheim grüßt von der Tabellenspitze
Nach dem 3:0 stehen die Hoffenheimerinnen mit sechs Punkten und dem besseren Torverhältnis vor dem FC Bayern München auf Platz eins der Frauen-Bundesliga. Am kommenden Sonntag (21.9., 14 Uhr) muss die TSG im nächsten Spitzenspiel antreten: Dann sind die Spitzenreiterinnen zu Gast beim Tabellendritten Werder Bremen. Eintracht Frankfurt bekommt es einen Tag später (Montag, 22.9., 18 Uhr) mit RB Leipzig zu tun.