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Lazar Jovanovic - wer ist der Shootingstar des VfB Stuttgart?

Lazar Jovanovic trumpft in der bisherigen Vorbereitung beim VfB Stuttgart stark auf. Wer ist der 18-jährige Serbe - und was ist von ihm zu erwarten?

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Von Autor/in Johann Schicklinski

Jamie Leweling legte sich auf der linken Angriffsseite des VfB Stuttgart den Ball auf den rechten Fuß, blickte noch einmal kurz nach oben und flankte auf den Elfmeterpunkt. An eben diesem lief Lazar Jovanovic punktgenau ein, stieg hoch und traf die Kugel perfekt per Kopf. Der Ball senkte sich über den chancenlosen Toulouse-Keeper Kjetil Haug ins kurze Ecke zum zwischenzeitlichen 4:0 für die Schwaben. Am Ende siegte der VfB gegen den französischen Klub mit 6:0 (bei einer Spielzeit von 120 Minuten) - was auch am erneut stark aufspielenden Jovanovic lag.

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Bereits drei Testspieltreffer für Lazar Jovanovic

Es war der dritte Treffer in der laufenden Vorbereitung für den erst 18-jährigen Serben. Bereits beim 7:1 gegen den SV Fellbach hatte Jovanovic eingenetzt. So weit, so normal gegen einen Amateurklub. Beim 4:4 gegen die PSV Eindhoven hatte der Youngster indes gegen einen Gegner von internationalem Kaliber für eine echte Duftmarke gesorgt, als er nach einem Alleingang übers halbe Feld mit einem so platzierten wie überlegten Schuss von der Strafraumkante für den späten Ausgleich gesorgt hatte.

Die Partie gegen Toulouse war nun sein bislang bestes Spiel für die Schwaben und zeigte, warum der VfB Stuttgart eine Ablösesumme im mittleren einstelligen Millionenbereich für das Talent hingelegt hat. Der Teenager war an vielen gefährlichen Szenen beteiligt. Der Flügelspieler war immer dort zu finden, wo es brennt und hätte weitere Tore erzielen können.

Der Sohn von Milan Jovanovic

Doch wer ist Lazar Jovanovic eigentlich? Das Talent ist dem 18-Jährigen quasi in die Wiege gelegt worden. Lazar ist der Sohn von Milan Jovanovic, einem 44-fachen serbischen Nationalspieler, der unter anderem für Schachtar Donezk, Lokomotive Moskau, Standard Lüttich, den FC Liverpool und RSC Anderlecht auflief. Fun fact: 2009 hatte der VfB Stuttgart Interesse an Jovanovic senior - der Wechsel scheiterte damals aber an finanziellen Differenzen.

Debüt mit 16 Jahren

Lazar Jovanovic hat in der Heimat Serbien den Ruf eines "Frühreifen". Das Talent debütierte im Sommer 2023 bereits mit 16 Jahren für Vojvodina Novi Sad in der ersten Liga. 2024 folgte der Wechsel zum serbischen Topklub Roter Stern Belgrad, wo Jovanovic in der letztjährigen Hinrunde aber nur auf fünf Einsätze (ein Tor) kam. In der Rückrunde folgte daher eine Leihe zu OFK Belgrad, wo der Rechtsaußen besser reüssierte. Die Folge: Fünf Torbeteiligungen in 15 Spielen (vier Treffer, ein Assist).

Mit seinen Leistungen machte er die Späher des VfB Stuttgart auf sich aufmerksam. Die Schwaben ließen das Talent beobachten und schnappten im Sommer zu. Jovanovic gilt als "Rohdiamant", seine Stärken sind seine Schnelligkeit und die Ballkontrolle bei höchstem Tempo, seine Technik sowie sein Eins-versus-Eins-Dribbling. Schwächen hat er vor allem noch im defensiven Stellungsspiel, in der Entscheidungsfindung und in der Robustheit.

Welche Rolle kann Lazar Jovanovic spielen?

Intern soll man beim VfB Stuttgart bereits jetzt große Stücke auf Jovanovic halten und sich über die bislang reibungslose Integration freuen. Gleichzeitig, so hört man, wissen die Verantwortlichen, dass dem Talent noch einiges fehlt - was bei einem 18-Jährigen nicht verwundert. Jovanovic soll die nötige Zeit erhalten, dazuzulernen und zu reifen.

Dies kann er auf seiner Position von gleich einigen Vorbildern, die allerdings auch Konkurrenten um einen Platz in der Mannschaft oder Spielzeit sind. Jovanovic kommt bevorzugt über die rechte offensive Seite. Dort zeigt beim DFB-Pokalsieger Jamie Leweling aktuell eine aufsteigende Formkurve, auch Josha Vagnoman kämpft hier um seinen Platz. Dazu kommt noch der aktuell verletzte Silas.

Das sind schon gewaltige Hausnummern für Jovanovic, der trotzdem bereits Eindruck hinterlassen hat. Aktuell scheinen zumindest ein Kaderplatz und Kurzeinsätze nicht unrealistisch. Das ist nicht das schlechteste Zwischenfazit nach noch nicht einmal vier Wochen beim VfB Stuttgart für Lazar Jovanovic - einem Gewinner der bisherigen Vorbereitung.

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Johann Schicklinski