Der 3:2-Erfolg gegen Eintracht Frankfurt war der fünfzigste VfB-Sieg für Trainer Sebastian Hoeneß. "32 Punkte sind nicht selbstverständlich. Das ist eine Momentaufnahme. Wir wissen, dass die nicht reichen werden für irgendwas am Ende. Aber wir sind in die richtige Richtung unterwegs", sagte der Hoeneß nach dem Abschluss der Bundesliga-Hinrunde. Zum Vergleich: In der Saison 2023/2024, die mit der Vize-Meisterschaft endete, holte der VfB Stuttgart aus 17 Spielen 34 Punkte. In dieser Spielzeit sind es demnach gerade einmal zwei Punkte weniger.
Der Spirit innerhalb der Mannschaft ist außergewöhnlich. Ein breiter Kader mit einer breiten Brust. Es klingt vielleicht ein wenig abgedroschen, aber bei den Schwaben ist jeder für den anderen da. Die 90 Minuten werden gemeinsam angegangen, Fehler werden verziehen, gegenseitige Anfeuerung gibt es von hinten nach vorne, von jung bis alt.
"Die Jungs wissen, dass sie immer zurückkommen können, dass sie immer was kreieren können. Das wird nicht jedesmal klappen. Aber wenn du immer daran glaubst, ist die Wahrscheinlichkeit in jedem Fall höher", so Sebastian Hoeneß im Interview mit SWR Sport.
Die WM 2026 als zusätzliche Motivation
Bundestrainer Julian Nagelsmann war beim Spiel des VfB gegen die Eintracht in der Stuttgarter Arena. Was er gesehen hat, wird ihm gefallen haben. Gleich acht mögliche WM-Kandidaten standen bei den Schwaben in der Startelf. Beste Chancen haben wohl Angreifer Deniz Undav und Schlussmann Alexander Nübel.
SWR Sport | 24. Mai ab 22:00 Uhr SWR Sport mit DFB-Pokalfinale, Europa League-Finale und Nils Petersen
Europa League-Finale mit dem SC Freiburg, DFB-Pokalfinale VfB Stuttgart gegen FC Bayern und der deutsche WM-Kader. Viel Gesprächsstoff mit Studiogast Nils Petersen, Ex-Freiburg-Profi.
Immer näher heran kommen Jamie Leweling, Maximilian Mittelstädt und Angelo Stiller. Dazu zeigen Josha Vagnoman, Chris Führich und Jeff Chabot aktuell konstant gute Leistungen. Den Sommer in Mexiko, Kanada und den USA zu verbringen - für alle ein hohes, aber nicht unerreichbares Ziel. Grundvoraussetzung allerdings ist, dass das hohe Niveau gehalten wird. Ende März wird für die Länderspiele gegen die Schweiz und Ghana nominiert.
Der VfB Stuttgart ist nah dran an den Konkurrenten
Der FC Bayern scheint in dieser Saison unbezwingbar, der Rekordmeister hat zur Saison-Halbzeit bereits 15 Punkte mehr als die Schwaben. Der Rest der Konkurrenten ist allerdings in Schlagweite. Der VfB steht auf Rang vier hinter Leipzig (ebenfalls 32 Punkte), Dortmund (36) und eben den Super Bayern (47). Vergangene Saison wurde das Team von Sebastian Hoeneß mit 50 Punkten Tabellenneunter. Diese Marke könnte in dieser Spielzeit schon vor dem 34. Spieltag geknackt werden. Welche Punktzahl am Ende wirklich auf dem VfB-Konto landet, bleibt abzuwarten.
Denn: Der eigene Erfolg könnte dem Verein für Bewegungsspiele ein wenig in die Quere kommen. Im DFB-Pokal geht es am 4. Februar im Viertelfinale zu Holstein Kiel. In der Europa League sind die Schwaben ebenfalls noch voll im Rennen um den Einzug ins Achtelfinale. Die berühmte Dreifachbelastung könnte den Weg in die Königsklasse unter Umständen erschweren.
Zum Auftakt in die Bundesliga-Rückrunde empfängt der VfB Stuttgart am Sonntag das Team von Union Berlin. Mit einem Sieg vor heimischem Publikum (Anstoß um 15:30 Uhr) könnte ein weiterer kleiner Schritt in Richtung Top-Platzierung am Ende der Saison gegangen werden. Nach der Hälfte der Spielzeit klopft der VfB auf jeden Fall schon wieder an die Tür der Champions League.