Bundesliga

Demirovic erlöst VfB gegen Ex-Klub Freiburg mit Traumtor

Lange sieht es so aus, als würde das Südwestduell zwischen dem VfB Stuttgart und dem SC Freiburg torlos zu Ende gehen - doch dann trifft der Ex-Freiburger Demirovic.

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Stand

Von Autor/in Johannes Holbein

Ausgerechnet der ehemalige Freiburger Ermedin Demirovic schießt den VfB Stuttgart im Südwestduell zum Sieg. In der 77. Minute beim Stand von 0:0 eingewechselt traf der Stürmer in der 90. Minute mit einem traumhaften Tor zum 1:0-Endstand. Nach einer Hereingabe von Deniz Undav drosch Demirovic den Ball volley aus rund 17 Metern in den rechten Winkel. Der VfB springt damit auf Rang vier vor RB Leipzig, Freiburg bleibt Siebter.

Suzukis Abschluss geht knapp drüber

Für die erste gefährliche Szene der Partie waren die Freiburger verantwortlich: In der 4. Minute zog der offensive Mittelfeldspieler Yuito Suzuki aus rund 18 Metern ab, der Ball rauschte aber knapp über die Latte. Stuttgart spielte dominant und hatte häufig den Ball, die Antwort ließ aber rund eine Viertelstunde auf sich warten. Nach einer Ecke von Angelo Stiller kam Josha Vagnoman in der 20. Minute zum Kopfball, doch Freiburgs Keeper Atubolu parierte mit einem guten Reflex. Die Ecke war nur zu Stande gekommen, weil SC-Verteidiger Max Rosenfelder den Ball an den Arm bekam, von wo er ins Toraus sprang. Schiedsrichter Florian Badstübner deutete aber an, dass Rosenfelders Arm angelegt war - und entschied deshalb nicht auf Strafstoß.

Stuttgarts Undav rückt in den Fokus

Von der Mitte der ersten Hälfte an lag die Stuttgarter Führung in der Luft. An eine Flanke von Ramon Hendriks kam Atubolu gerade noch ran, bevor sie sich ins lange Eck senken konnte. Direkt im Anschluss kam Undav im Strafraum zum Schuss, aber Matthias Ginter klärte auf der Linie (28.). Wenige Augenblicke später erkämpfte Nikolas Nartey den Ball am Freiburger Sechzehner, daraufhin stand Undav plötzlich recht frei vorm Tor, schoss aber knapp links vorbei (31.). Und nur drei Minuten später tauchte der Stuttgarter Torjäger wieder im Gäste-Strafraum auf, nahm eine Flanke von Vagnoman perfekt an, drehte sich um seinen Gegenspieler, konnte aber aus spitzem Winkel nur zu zentral abschließen - Atubolu hatte damit keine Mühe (34.).

Bis zur Pause hatte Undav noch einen weiteren Abschluss, der aber erneut links vorbeiging. Und er legte per Kopf für Nartey auf, dessen Kopfball am zweiten Pfosten von Atubolu über die Latte gewehrt wurde (41.).

Freiburger Doppelaktion vor der Pause

Zwar waren die Stuttgarter überlegen, doch Freiburg blieb durch schnelle Gegenangriffe immer gefährlich. Igor Matanovic verlängerte in der 43. Minute einen langen Ball, so dass Derry Scherhant im Strafraum frei zum Abschluss kam, aber nur das linke Außennetz traf. Den folgenden Abstoß führte VfB-Keeper Alexander Nübel kurz aus, wurde direkt wieder angespielt und verlor den Ball beinahe am eigenen Fünfer. Mit großer Mühe konnte er vor dem heraneilenden Matanovic noch zur Ecke klären. Es war die letzte nennenswerte Szene einer schwungvollen ersten Hälfte.

Stuttgarts Ineffizienz hält Freiburg im Spiel

Dynamisch und chancenreich ging es auch im zweiten Durchgang weiter: Auf Freiburger Seite war es Johan Manzambi, der aus rund 22 Metern über das Tor schoss. Und beim VfB setzte Nartey Bilal El-Khannouss perfekt in Szene, aber dessen Abschluss mit der Fußspitze aus kurzer Distanz prallte einmal mehr an Atubolu ab (52.). Mehr und mehr war es die Ineffizienz der Schwaben, die das Spiel ausgeglichen hielt.

Ausgerechnet Ex-Freiburger Demirovic trifft für den VfB

Und so sahen die 60.000 Zuschauer in Stuttgart eine Partie, deren Ausgang völlig offen blieb. Die Stuttgarter führten zwar nahezu alle Statistiken an, aber die Freiburger standen defensiv kompakt und versprühten im Spiel nach vorne immer eine gewisse Gefahr. Die ganz großen Möglichkeiten ergaben sich aber für beide Teams nicht mehr. Bis der eingewechselte Demirovic nach einer Flanke von Undav aus rund 17 Metern volley abzog und die Partie entschied. Es war sein fünfter Saisontreffer. Der VfB rettete das 1:0 über die Zeit, auch weil Nübel kurz vor Ende noch einen Abschluss von Bruno Ogbus glänzend parierte.

Der VfB ist am kommenden Samstag (07.02., 15:30 Uhr) zu Gast beim FC St. Pauli. Die Freiburger empfangen zeitgleich den SV Werder Bremen.