Am Ende kamen sie aus dem Schulterklopfen gar nicht mehr heraus. Und im Mittelpunkt der Lobeshymnen stand er: Alexander Nübel. Mit seinem gehaltenen Elfmeter beim Stand von 0:0 hatte der VfB-Torhüter für den berühmten "Momentum Shift" gesorgt. "Wir müssen uns bei Alex bedanken, dass er das Ding gehalten hat", sagte auch Stuttgart-Coach Sebastian Hoeneß nach dem Spiel am ARD-Mikrofon. "Das war wie ein Wachmacher. Vorher waren wir noch nicht 100-prozentig im Spiel", so der Trainer weiter.
Tatsächlich hatte es zu Beginn der Partie noch nicht wirklich nach einem deutlichen Sieg für die Schwaben ausgesehen. Weder Stuttgart noch Mönchengladbach schafften es in der Anfangsphase, dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken. Nach 13 Minuten dann der Schreckmoment für die Stuttgarter: Nach einem Handspiel im Strafraum von Jamie Leweling zeigte Schiedsrichter Sören Storks auf den Punkt - Strafstoß für Gladbach. Den brachte Haris Tabakovic jedoch nicht im Tor unter. Alexander Nübel parierte den schwach geschossenen Elfmeter und sorgte damit für eine moralische Wende in der Partie.
Elfmeter als Knackpunkt
"Nach dem Elfmeter hat Gladbach nicht mehr so richtig dran geglaubt", fand VfB-Angreifer Deniz Undav. "Und dann kamen wir richtig gut rein." In der Folge übernahm der VfB immer stärker die Initiative und belohnte sich unter Mithilfe von Scally prompt. Gladbachs Außenverteidiger, der einen rabenschwarzen Tag erwischen sollte, legte eine Flanke unglücklich mit der Brust direkt vor die Füße von Elfer-Verursacher Leweling. Der viermalige Nationalspieler schob überlegt ein.
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Auch in der zweiten Hälfte änderte sich zunächst nichts an der Stuttgarter Überlegenheit. So hatte Ermedin Demirovic kurz nach der Pause die nächste Möglichkeit, auf 2:0 zu erhöhen. Das übernahm später Scally, der den Ball nach einem Eckball von Chris Führich mit dem Rücken ins Tor bugsierte. Der eingewechselte Undav traf mit seinem elften Saisontor zur Entscheidung.