WM 2026

Hoeneß über Undav und die WM: "Er hat unglaublich gute Argumente"

VfB-Trainer Sebastian Hoeneß hält die Qualitäten von Stürmer Deniz Undav für "fast einzigartig" und bescheinigt dem Stürmer gute Karten bei der Nominierung für die Nationalmannschaft.

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Von Autor/in Johannes Holbein

VfB-Trainer Sebastian Hoeneß hat sich bei der Pressekonferenz vor dem Duell beim 1. FSV Mainz 05 (07.03., 15:30 Uhr) auf Nachfrage der versammelten Presse über die Diskussionen um Stürmer Deniz Undav und eine mögliche Teilnahme bei der Fußball-Weltmeisterschaft geäußert. Undav sei ein "absolut kompletter Stürmer", der sowohl als Mittelstürmer "überragend gut" sei, aber auch als Spielmacher und hängende Spitze große Qualität habe. Dieses Profil sei "fast einzigartig". Die Statistiken sprächen für ihn. Der Stürmer hat in der laufenden Bundesliga-Saison 14 Tore erzielt und drei vorgelegt, er ist damit der beste deutsche Scorer. Insofern habe Undav "unglaubliche gute Argumente" auf seiner Seite.

Undav und die Diskussionen um die Nationalelf

Undav hatte sich am Mittwoch gegenüber SWR Sport mit den Worten geäußert: "Mal schauen, was der Bundestrainer macht." Dass der VfB noch in drei Wettbewerben dabei sei, sah er als Vorteil. "Je mehr Spiele du hast, desto mehr Möglichkeiten hast du, dich zu empfehlen. Deswegen wollen wir so lange wie möglich in den Wettbewerben drinbleiben."

Einen Austausch mit Nagelsmann gebe es nicht, hatte Undav zuvor bei Sky erklärt. Auf eine Berufung in den ersten DFB-Kader des WM-Jahres hofft der formstarke Angreifer aber trotzdem. "Ich finde es schade, dass ich mich immer rechtfertigen muss", meinte Undav, er bringe doch Leistung: "Ich habe die meisten Tore, ich bin zweiter Platz international, was Scorer angeht. Wenn es nach mir geht, bin ich dabei." Bis zur Nominierung (19. März) für die nächsten beiden Länderspiele sei aber noch Zeit, "deswegen bin ich da ganz entspannt".

Undav war zuletzt von Bundestrainer Julian Nagelsmann nicht mehr nominiert worden. Ob er bei den kommenden Länderspielen gegen die Schweiz am 27. März in Basel und gegen Ghana am 30. März in Stuttgart dabei sein wird, könnte für die WM-Nominierung in diesem Sommer richtungsweisend sein.

Hoeneß: "Es ist der Bundestrainer, der entscheiden muss"

Hoeneß betonte allerdings auch, dass die Entscheidung, wer im Sommer zur WM fährt, Nagelsmann und niemand anderer zu treffen habe. "Es ist der Bundestrainer, der entscheiden muss, welche Zusammensetzung er für den Kader haben möchte." In eine solche Entscheidung würden viele unterschiedliche Aspekte hineinfließen. "Das beste ist einfach Leistung zu bringen, sich in eine gute Verfassung zu bringen." Das gelte auch für Angelo Stiller, dem Hoeneß ebenfalls bescheinigt, der Nationalelf weiterhelfen zu können.

Hoeneß warnt vor Mainz und lobt Urs Fischer

Unterdessen warnte der Coach davor, den kommenden Gegner Mainz zu unterschätzen. "Das wird anspruchsvoll, das war es schon immer in Mainz - jetzt mit der neuen Energie vielleicht noch ein bisschen mehr", sagte er. Mit der Mannschaft, die seine Elf Ende Oktober innerhalb von vier Tagen in der Liga (2:1) und auswärts im Pokal (2:0) geschlagen hatte, sei Mainz "nicht mehr zu vergleichen". Das liege an einem "Kollegen, den ich sehr schätze", betonte Hoeneß.

Urs Fischer habe es geschafft, beim FSV "neue Energie zu entfachen. Es ist beeindruckend, was er innerhalb von elf Spielen hinbekommen hat, überrascht mich aber nicht. Er hat eine sehr klare Idee, die jener ähnelt, mit der er bei Union Berlin hat spielen lassen - ausgelegt auf Konter, Standards, lange, zweite Bälle". Auch habe Mainz "die richtigen Spieler dazugeholt". Hoeneß kann am Wochenende wieder auf Abwehrchef Jeff Chabot zurückgreifen, der gegen den VfL Wolfsburg (4:0) wegen Rückenproblemen gefehlt hatte. Josha Vagnoman (Muskelverletzung) fällt weiterhin aus, soll aber "bald wieder" dabei sein. Auch Lazar Jovanovic (Rücken) muss passen.

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Johannes Holbein

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