Europa League

Zum ersten Mal gegen den SC Freiburg: Wer ist eigentlich der KRC Genk?

Im Achtelfinale der Europa League geht es für den SC Freiburg ins belgische Genk-Waterschei. Noch nie in der Geschichte beider Vereine spielte man international gegeneinander.

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Stand

Von Autor/in Mathis Hartenfeller

Für KRC Genk ist es der Versuch, das bisher beste Ergebnis aus 2017 zu egalisieren. Dort zog der belgische Klub ebenfalls ins Viertelfinale der Europa League ein, verlor allerdings in Summe aus Hin- und Rückspiel gegen Celta Vigo mit 3:4. Empfangen werden die Freiburger Fans am Donnerstag Abend in der Industrie- und Kohlestadt mit ihren 68.000 Einwohnern in der Cegeka Arena (Kapazität 24.956). Die Mannschaft um Kapitän und Vereinslegende Bryan Heynen geht mit gemischten Gefühlen in die Partie gegen den SC (Donnerstag, 12. März ab 21 Uhr im Audiostream). Bemerkenswert: Der 29-Jährige spielt seit der Jugend für den KRC und ist mittlerweile in seiner zehnten Profi-Saison als unangefochtener Stammspieler!

Durchwachsene Saison mit neuer Hoffnung 2026

Gerade seit Anfang des Jahres spielt der vierfache belgische Meister deutlich konstanter als noch zu Beginn der Saison. Zuletzt verlor man nur knapp mit 2:1 gegen Tabellenführer Union Saint-Gilloise. Mit 13 Punkten aus acht Spielen laufen sie zwar weiterhin den eigenen Ansprüchen hinterher, bleiben aber im Kampf um den so wichtigen sechsten Tabellenplatz. Dieser ermöglicht eine Teilnahme an der Hauptrunde der besten Sechs. Dort werden dann der Meister und die Teilnehmer am internationalen Geschäft ausgespielt.

Im 6-Punkte-Spiel gegen KAA Gent konnte zusätzlich noch der Linksaußen Yira Sor (Nigeria) auf sich aufmerksam machen. Beim 3:0 Sieg der Genker läuft dieser offiziell 37,7 km/h und ist damit in dieser Saison Europas schnellster Spieler - eine echte Waffe nach Einwechslungen.

Kritik gibt es am Play-off Rückspiel

In der Europa League kommt KRC aus einem verrückten Play-off-Rückspiel gegen Dinamo Zagreb. Während die Belgier das Hinspiel auswärts mit 3:1 gewinnen konnten, zeigte die Mannschaft von Trainer Nicky Hayen zuhause ein ungewohnt instabiles Gesicht. Auch die schlechte Chancenverwertung bleibt ein Thema.

Wir haben es uns durch einige individuelle Fehler unnötig schwer gemacht!

So servierte Genks Keeper Tobias Lawal (Österreich) beispielsweise durch einen hanebüchenen Fehlpass kurz vor der Halbzeit das 0:1 für die Gäste auf dem Silbertablett. Ein unnötiger Elfmeter und ein Traumtor schickten die Genker in eine vermeidbare Verlängerung. Trotz allem konnte KRC das Ergebnis dort noch auf 3:3 korrigieren - somit stehen sie nun unter den besten 16 Teams der diesjährigen Europa-League-Saison.

The One-To-Watch

Ein Faktor für den Erfolg der letzten Monate ist sicherlich auch der griechische Youngstar Konstantinos Karetsas. Der 18 Jahre alte offensive Mittelfeldspieler konnte in dieser Saison sowohl in der Liga als auch international auf sich aufmerksam machen.

Der griechische Youngstar Konstantinos Karetsas spielt sich in den Mittelpunkt
Konstantinos Karetsas ist Teil der Genker Talentschmiede. Auch in der Europa League kann sich der Grieche präsentieren - hier nach seinem Tor gegen Malmö FF (Schweden)

Mit zehn Assists ist er Top-Vorlagengeber der Genker und zweiter der Pro League. In der Europa League kommt er auf beeindruckende zwei Tore und vier Vorlagen in neun Spielen. Besonders aufgrund seiner quirligen Dribblings und seiner Spielintelligenz haben ihn einige internationale Top-Klubs bereits für den Sommer ins Visier genommen - mit knapp 28 Millionen Euro Marktwert und Vertrag bis 2029 wird das Top-Talent allerdings alles andere als günstig.