Die Kurpfälzer setzten sich in der heimischen Arena mit 4:3 (0:0, 2:2, 2:1) durch und entschieden die Viertelfinale-Serie mit 4:1 für sich. Zwei Tage nach dem deutlichen 1:6 in Bremerhaven zeigten die Adler in der Anfangsphase eine konzentrierte Vorstellung und setzten die Gäste im Aufbauspiel immer wieder früh unter Druck. Nicolas Mattinen bot sich eine erste Chance, doch Pinguins-Keeper Leon Hungerecker entschärfte die Situation (3.). Kurz darauf zielte Mattinen freistehend etwas zu hoch.
Den Gästen aus Bremerhaven gelang es jedoch durch konsequente Defensivarbeit, diese Phase unbeschadet zu überstehen. Nach knapp zehn Minuten musste Mattinen dann wegen Hakens auf die Strafbank - Überzahl für die Pinguins. Die Gäste kamen zwar schnell in die Formation, ein Treffer gelang aber nicht. Die Adler, die auf die verletzten Brendan O’Donnell und Anthony Greco verzichten mussten, taten sich in der Folge etwas schwerer. Die Pinguins hatten sich durch die Überzahl etwas freigeschwommen, die Teams begegneten sich nun auf Augenhöhe. Die letzte Chance des ersten Drittels bot sich Alexander Ehl, doch der 26-Jährige scheiterte gleich doppelt an Hungerecker.
Urbas sorgt für die Führung der Pinguins
Die Pinguins legten einen Blitzstart ins zweite Drittel hin. Zunächst brachte Jan Urbas einen Rebound nicht im Tor unter, Sekunden später erzielte er nach Vorarbeit von Ziga Jeglic aber das 1:0 für die Gäste (21.). Kurz darauf bekam Mannheims Maximilian Heim zwei Minuten aufgebrummt, doch Bremerhaven konnte die Überzahl nicht zum zweiten Treffer nutzen.
Insgesamt war nun deutlich mehr Feuer drin als in den ersten 20 Minuten. Die Adler waren nun um eine Antwort bemüht. Im ersten Überzahlspiel machten die Gastgeber zwar Druck, kamen aber nicht entscheidend zum Abschluss. In der 32. Minute rettete Hungerecker seinem Team die Führung: Justin Schütz tauchte völlig frei vor dem Pinguins-Keeper auf, konnte ihn aber nicht überwinden.
Adler und Pinguins liefern sich furioses zweites Drittel
In der 36. Minute baute Bremerhaven die Führung aus. C.J. Smith bewies auf der rechten Seite Übersicht und bediente Andy Miele traumhaft, der US-Amerikaner ließ Keeper Maximilian Franzreb keine Chance. Nun aber hatten die Adler eine Antwort parat, die dritte Überzahl führte bereits nach elf Sekunden zum Erfolg: Zach Solow fälschte einen Schuss von John Gilmour aus kurzer Distanz ins Tor ab (37.).
Direkt vom Bully weg bot sich den Pinguins die große Chance aufs 3:1, doch Franzreb parierte glänzend. Stattdessen kamen die Adler Sekunden vor dem Ende des zweiten Drittels zum Ausgleich. Leon Gawanke brachte die Scheiben einfach mal zum Tor, Hungerecker ließ abprallen und Matthias Plachta staubte eiskalt ab (40.).
Pinguins legen auch im letzten Drittel vor
Das Schlussdrittel versprach Hochspannung und Bremerhaven legte erneut einen Traumstart hin. Die Adler verloren beim ersten Angriff Nicholas Jensen aus den Augen, der aus kurzer Distanz das 3:2 für die Pinguins markierte (42.). Kurze Zeit später das nächste Powerplay für die Adler, dieses Mal aber trotz guter Chancen ohne Ertrag.
Mannheim blieb am Drücker, erneut bewahrte Hungerecker die Gäste vor dem Ausgleich, als er den Rebound gegen Lukas Kälble aggressiv verteidigte (46.). Auf der anderen Seite scheiterte Alex Friesen am stark reagierenden Franzreb (48.). Dann handelten sich die Bremerhavener Jensen und Matthew Abt Strafen ein, was die Adler ausnutzen. In doppelter Überzahl sorgte Mattinen für das 3:3 (51.).
Vier Minuten vor dem Ende ging Mannheim das erste Mal in Führung. Gawanke kam zum Abschluss, Kris Bennett fälschte die Scheibe vermutlich noch leicht ab und brachte die SAP Arena damit zum Jubeln. Der Treffer hatte auch nach dem Videocheck Bestand. Anders als die vermeintliche Entscheidung durch Tom Kühnhackl, doch der 34-Jährige hatte seinen Stock deutlich zu hoch. Die Pinguins nahmen in den letzten Minuten Keeper Hungerecker vom Eis und machten Dauerdruck, doch auch in Überzahl gelang den Gästen der Ausgleich nicht mehr. Einen letzten Schuss blockt Plachta Sekunden vor dem Ende.
Neben den Adlern stehen die Kölner Haie als Halbfinal-Teilnehmer fest. Die Sieger der Serien zwischen dem ERC Ingolstadt und Red Bull München (2:3) sowie den Eisbären Berlin und den Straubing Tigers (3:2) werden folgen.