DEL-Playoff-Finale

Adler Mannheim verlieren auch das dritte Spiel gegen die Eisbären

Die Adler Mannheim mussten sich den Eisbären Berlin auch im dritten DEL-Finale geschlagen geben. Damit müssen die Kurpfälzer am Donnerstag bereits den ersten Matchball abwehren.

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Von Autor/in Michael Richmann

Die Adler Mannheim bissen sich an den Eisbären erneut die Zähne aus. Zwar gingen die Kurpfälzer im dritten Spiel der DEL-Finalserie bereits in der dritten Minute durch Mark Michaelis (3.) in Führung. Doch den Treffern von Eric Mik (11., 28. & 51.), Les Lancaster (24.) und Liam Kirk hatte Mannheim nichts mehr entgegenzusetzen. Nach der 1:5-Niederlage im dritten Spiel der Best-of-seven-Serie müssen die Adler am Donnerstagabend (19:30 Uhr) gewinnen, um im Duell um die deutsche Meisterschaft nicht hinweggefegt zu werden. "Das tut natürlich weh", sagte Adler-Stürmer Tom Kühnhackl. "Wir hatten heute gute Chancen, aber die Effizienz hat gefehlt. Und das haben dies Eisbären natürlich eiskalt ausgenutzt."

Beide Mannschaften wollten die Intensität aus den ersten beiden Spielen mitnehmen. Die Eisbären begannen jedoch etwas übermotiviert. Denn nach einem harten Check von Kai Wissmann gegen den Kopf von Maximilian Heim ging der Mannheimer benommen zu Boden und musste von mehreren Mitspielern und Betreuern vom Eis geführt werden. Für den Berliner Kapitän war das Spiel daher nach 21 Sekunden bereits beendet. Die fünf Minuten plus Spieldauer-Strafe brachte Mannheim das erste Mal in Überzahl.

Adler Mannheim nutzen Überzahl zur Führung

Die Adler mühten sich gar nicht erst groß mit dem Spielaufbau ab und zogen mit jedem Angriff sofort zum Tor. Fasst wäre der Offensiv-Drang nach hinten losgegangen. Denn Liam Kirk lief nach einer Unachtsamkeit frei aufs Mannheimer Tor zu. Doch Maximilian Franzreb parierte den Schuss des Briten. Quasi im Gegenzug ging Mannheim nach nicht einmal drei Minuten das erste Mal in dieser Finalserie in Führung. Mark Michaelis ließ Berlins Keeper Jonas Stettmer nach feinem Pass von Kristian Reichel keine Chance. Beinahe hätte Matthias Plachta diese Überzahl zum zweiten Tor genutzt, doch diesmal war Stettmer auf dem Posten (5. Minute).

Die Eisbären Berlin ließen sich jedoch weder von dem frühen Rückstand noch von dem Mannheimer Druck irritieren und kämpften sich zurück ins Spiel und zum Ausgleich: Mit starkem Forechecking eroberte Eric Mik den Puck und donnerte ihn ins kurze Eck (11.). Lukas Kälble (13.) und Anthony Greco (14.) hätten die Mannheimer vor der ersten Drittelpause erneut in Führung schießen können. Doch Jonas Stettmer ließ sich vor der Sirene nicht mehr überwinden, Maximilian Franzreb (19. Minute gegen Frederik Tiffels) auch nicht. So ging es mit dem 1:1 ins zweite Drittel.

Berliner Doppelschlag knockt die Adler Mannheim aus

Dort mussten die Mannheimer den Berlinern die Initiative überlassen. Das Team von Trainer Serge Aubin ließ die Scheibe kreiseln und die Adler laufen. Eine Minute, zwei Minuten, drei Minuten - weil die Heimmannschaft im zweiten Drittel den langen Weg zur Bank hatte, konnte Chefcoach Dallas Eakins nur wenig wechseln. Irgendwann waren die Mannheimer müde gespielt. Liam Kirk nutzte die Situation für einen Schuss von der blauen Linie, den Les Lancaster zur Berliner Führung ins Tor abfälschte. Mannheim wollte den schnellen Ausgleich, musste sich jedoch immer wieder auf Berliner Konter gefasst machen. Einen davon nutzte Mik nach Pass von Leo Pföderl zu seinem zweiten Tor (28.).

Mit dem 1:3-Rückstand waren die Adler im dritten Drittel unter Zugzwang. Es gelang ihnen jedoch nur selten, für wirkliche Torgefahr zu sorgen. Und je länger das Spiel dauerte, desto fahriger wurden die Angriffe. Und das wurde Mannheim zum Verhängnis: Yannick Veilleux fing den Puck im Mannheimer Spielaufbau ab und kreierte so eine vier auf drei Überzahl-Situation. Pass auf Jonas Müller, Pass auf Eric Mik und der Verteidiger zum Hattrick (51.). "Die Jungs haben das super ausgespielt. Ich hatte viele gute Chancen, und dann hatte ich das Glück, dass drei gegangen sind", sagte der 26-Jährige, der als erster Verteidiger drei Tore in einem DEL-Finale schoss. Und nur 36 Sekunden später machte Liam Kirk mit einem Konter wirklich alles klar (52.). Damit brauchen die Eisbären Berlin nur noch einen Sieg, um sich erneut zum deutschen Meister zu krönen, während die Adler Mannheim nun vier Siege in Serie bräuchten, um den Titel doch noch an sich zu reißen.

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Autor/in
Michael Richmann
Michael Richmann ist Sportredakteur, Podcast- und Feature-Autor für SWR Sport und SWR Kultur.