Kurz vor Beginn des Bundesligaderbys gegen die Baskets Bonn nahm sich der Chefcoach ein Mikrofon, kam auf das Spielfeld und teilte mit, dass er bis 2028 in Trier bleiben wird. Die über 5.000 Fans feierten den Trainer mit Sprechchören.
Trierer Trainer wird große Karriere vorausgesagt
Jacques Schneider ist mit 33 Jahren jüngster Trainer der Basketball-Bundesliga. Er gilt als eines der größten deutschen Trainertalente. Experten gehen davon aus, dass man ihn früher oder später an der Seitenlinie eines europäischen Topklubs sehen könnte.
Ich schätze Vertrauen und Loyalität
In einem SWR-Interview zur Aufgabenteilung in seinem Trainerteam sagte er diese Woche, er schätze Vertrauen und Loyalität. "Das ist für mich sehr wichtig in diesem Geschäft, wo es natürlich auch als Trainer darum geht, in seiner Karriere weiterzukommen." Ein Satz, der jetzt eine ganz neue Bedeutung bekommen hat.
Akribischer Basketball-Taktiker
Die akribische taktische Arbeit von Schneider und seinem Trainerteam gilt als einer der wichtigsten Faktoren für den viel beachteten Start der Gladiators in der BBL. Als Aufsteiger erzielte er mit dem Team bisher sieben Siege aus neun Spielen und führte die Gladiators auf den zweiten Tabellenplatz.
Das ist alles andere als ein 40-Stundenjob was wir hier machen
Schneider und seine Co-Trainer tüfteln immer wieder an neuen taktischen Ideen, um die Gegner zu überraschen. Mit dem kleinsten Etat der Liga müsse man kreativ arbeiten. "Wir denken uns Sachen aus, mit denen der Gegner nicht rechnet. Für uns Trainer ist das alles andere als ein 40-Stundenjob. Da reden wir von ganz anderen Arbeitszeiten."
Trainingsmethoden aus der Fußball-Bundesliga
Der studierte Sportpsychologe Schneider setzt auf Trainingsideen, die in Deutschland unter anderem in der Fußball-Bundesliga bei Mainz 05 und Borussia Dortmund unter Thomas Tuchel eingeführt wurden. Anstatt Abläufe durch immer gleiche Wiederholungen zu perfektionieren, werden die Spieler stattdessen im Training vor wechselnde Herausforderungen gestellt.