DEL-Playoffs

Dank furioser Anfangsphase: Adler Mannheim erspielen sich Matchball gegen Bremerhaven

Die Adler Mannheim lassen im dritten Match der Playoff-Viertelfinal-Serie den Fischtown Pinguins Bremerhaven keine Chance. Die Kurpfälzer führen damit in der "Best-of-Seven-Serie" mit 3:0 und können den "Sweep" schaffen.

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Stand

Von Autor/in Johann Schicklinski

Nur noch ein Sieg trennt die Adler Mannheim vom Erreichen der Playoff-Halbfinalserie in der DEL. Am Sonntag (29.03.) schlugen die Kurpfälzer die Fischtown Pinguins Bremerhaven vor heimischer Kulise mit 5:1 (4:0, 1:0, 0:1). Damit liegt die Mannschaft von Trainer Dallas Eakins im Viertelfinale mit 3:0 vorne - und der sogenannte "Sweep", sprich die Serie ohne Niederlage zu entscheiden, ist greifbar nahe. Den Adlern fehlt nur noch ein weiterer Erfolg für den Einzug in die Runde der besten Vier. Beim Hauptrunden-Zweiten hatte man bereits vor Beginn der K.o.-Runde die erste deutsche Meisterschaft seit 2019 als Ziel formuliert.

Justin Schütz bringt die Adler Mannheim früh in Front

Wie schon beim 5:2-Heimerfolg im Spiel eins der Viertelfinalserie erwischten die Adler einen Start nach Maß: Alexander Ehl steckte auf Justin Schütz durch - und der 25-Jährige traf von halblinks unter die Latte des Bremerhavener Tores zum 1:0 für die Gastgeber (2. Minute).

Fischtown Pinguins Bremerhaven werden förmlich überrannt

Nur knapp drei Minuten später legte Mannheim nach: Kristian Reichel zog von der blauen Linie ab, William Worge Kreü schob den Puck am langen Pfosten zum 2:0 über die Torlinie (5.). Das erste DEL- und Adler-Tor für den schwedischen Verteidiger. Kurz darauf erhöhte Matthias Plachta im Anschluss an einen Puckgewinn nach einem Bully auf 3:0 für die Adler (9.). Unmittelbar darauf traf Nicolas Mattinen mit einem abgefälschten Schuss zum 4:0 (10.) - Pinguins-Keeper Kristers Gudlevskis war machtlos. Mit dem Vier-Tore-Vorsprung ging es in die Drittelpause - nachdem die Kurpfälze die Norddeutschen in der Anfangsphase förmlich überrannt hatten.

In den zweiten 20 Minuten ließen es die Adler ruhiger angehen, sie setzten angesichts der deutlichen Führung auf Spielkontrolle. Bremerhaven tat sich in der Offensive schwer und kam nur zu wenigen nennenswerten Abschlüssen. Und wenn die Pinguins doch mal Chancen kreierten, war Mannheims Keeper Maximilian Franzreb, der zwischen 2021 und 2025 für Bremerhaven gespielt hatte, zur Stelle.

Die Kurpfälzer legten indes trotz der "etwas gebremsten" Spielweise nach: Lukas Kälble zog von der blauen Linie einfach mal ab - und der von Reichel abgefälschte Puck trudelte Leon Hungerecker, der mittlerweile für Gudlevskis im Tor der Norddeutschen stand, zum 5:0 durch die Beine (33.). Das war gleichzeitig der Spielstand nach dem zweiten Drittel.

Akito Hirose mit dem Ehrentreffer für die Norddeutschen

Im finalen Durchgang erwischten die Pinguins dann einen Blitzstart: Akito Hirose setzte nach einem Abpraller nach und verkürzte auf 1:5 aus Gästesicht (41.). Die Adler gingen schon nicht mehr ans Limit, es wirkte, als wollen sie bereits Kräfte schonen für Spiel vier. Das Team von Coach Eakins konzentrierte sich auf die Defensive - und es brannte auch nichts mehr an. Nach dem verdienten 5:1-Heimerfolg liegt Mannheim nun mit 3:0 in der Serie vorne.

Schon am Dienstag geht es weiter

Weiter geht es für beide Team am Dienstag (31.03., 19:30 Uhr) in Bremerhaven, wenn die Fishtown Pinguins die Adler Mannheim zu Spiel vier der Viertelfinalserie empfangen. Danach könnte das Duell bereits entschieden sein. Falls nicht, geht es es am Karfreitag (02.04.) mit dem fünften Match weiter - dann wieder in Mannheim. Das Halbfinale beginnt am 08.04, die Endspielserie startet ab dem 24. April.

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Johann Schicklinski