Leichtathletik | Finals

Medaillen-Traum der Leichtathletik-WG: Sandrina Sprengel holt den Meistertitel

Siebenkämpferin Sandrina Sprengel, Hürdenläuferin Rosina Schneider und Weitspringerin Laura Raquel Müller leben zusammen in einer WG in Stuttgart. Bei den Finals starteten sie mit unterschiedlichem Erfolg.

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Die Finals sind für die drei Athletinnen mehr als nur ein Wettkampf. Es ist eine Gelegenheit, ihre harte Arbeit zu belohnen und ihre Ambitionen unter Beweis zu stellen. "Es gibt einen WG-Traum," verriet Rosina Schneider im Vorfeld der Wettkämpfe. "Wir wären alle mit einer Medaille sehr, sehr happy. Und wir wissen, dass es drin ist."

Sandrina Sprengel gewinnt Siebenkampf

Die erste aus dem Trio hat es nun geschafft. Sandrina Sprengel sicherte sich im Siebenkampf in Dresden den Meistertitel. Die 21-Jährige von der LG Steinlach-Zollern zeigte über beide Tage eine tolle Vorstellung und belegte mit 6315 Punkten Rang eins vor Lara Siemer (5853/Leverkusen) und Mareike Rösing aus Mainz (5831). "Der Wettkampf war der Hammer, die Stimmung hier in Dresden ist unglaublich cool", sagte Sprengel nach dem Wettkampf strahlend. Und weiter: "Ich bin richtig, richtig happy." Die Medaille soll einen Platz im WG-Flur erhalten.

Rosina Schneider und Laura Raquel Müller ohne Medaille

Rosina Schneider wird dort leider kein Edelmetall aufhängen können. Sie landete am Samstag (2.8.) bei ihrem 100-Meter-Hürdenlauf mit 13,34 Sekunden nur auf dem siebten Platz. Deutsche Meisterin wurde in dieser Disziplin Ricarda Lobe aus Mannheim (12,93 Sekunden). Weitspringerin Laura Raquel Müller wurde beim Sieg von Malaika Mihambo am Sonntag (3.8.) mit 6,24 Metern Sechste.

Die Leichtathletik-WG und der Alltag

Was passiert, wenn drei der besten Leichtathletinnen Deutschlands unter einem Dach leben? Sandrina Sprengel, Rosina Schneider und Laura Raquel Müller haben sich genau darauf eingelassen. Seit einem knappen Jahr teilen die Siebenkämpferin, die Hürdenläuferin und die Weitspringerin nicht nur ihre sportlichen Ambitionen, sondern auch eine WG in Stuttgart.

Trotz unterschiedlicher Trainingspläne und Uni-Termine haben sie es geschafft, eine harmonische Gemeinschaft zu formen. "Viele haben gesagt, oh Gott, diese drei Mädels, die kann man doch nicht zusammen in eine WG stecken", erinnert sich Rosina Schneider. Doch die Skepsis war unbegründet. Statt Zickenkrieg gibt es bei den drei Athletinnen vor allem gegenseitige Unterstützung - und viele gemeinsame Momente. Wir haben allen bewiesen: "Es klappt", sagt Rosina.

Gemeinsames Frühstück und ein WG-Traum

Die seltenen Gelegenheiten, bei denen alle drei gleichzeitig zuhause sind, werden intensiv genutzt. "Die coolsten Momente sind solche wie gerade eben, wenn wir zusammen frühstücken oder einfach alle da sind", erzählt Sandrina Sprengel, die in der WG für den Spaß sorgt. Laura Raquel Müller ergänzt: "Wir können uns auch gut aus dem Weg gehen, aber das hier noch nicht der Fall." Weil jeder doch irgendwie sein Leben lebt, freuen sich die drei auf die gemeinsamen Momente in der WG.

Trotz ihrer unterschiedlichen Disziplinen - Sandrina im Siebenkampf, Rosina im Hürdenlauf und Laura im Weitsprung - eint sie ein großes Ziel: die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles.

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Bis zu fünf Stunden täglich trainieren die drei, um ihre Leistungen zu perfektionieren. Die WG bietet dabei nicht nur ein Zuhause, sondern auch einen Rückzugsort, an dem sie sich gegenseitig motivieren und unterstützen können. Wie lange die drei noch zusammenleben werden, ist unklar. Während Sandrina optimistisch von fünf Jahren spricht, bleibt Laura vorsichtiger. Doch eines ist sicher: Ihre gemeinsame WG wird ihnen immer als eine besondere Zeit in der Sportkarriere in Erinnerung bleiben.

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