Bei den Finals 2025 in Dresden wurden die unterschiedlichsten Disziplinen vor historischen Kulissen zu einem großen Multisportevent vereint. Mehr als 3.400 Athletinnen und Athleten waren dabei, mehr als 130 Deutsche Meistertitel wurden vergeben.
Welche Athletinnen aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz konnten vorne mitmischen?
Baden-Württemberg schickte gleich drei Olympiasiegerinnen ins Rennen: Für viele Emotionen hat Kugelstoßerin Yemisi Ogunleye (MTG Mannheim) gesorgt, vor einem Jahr in Paris hatte die Bellheimerin ihren Goldmoment, jetzt hat sie souverän den Meistertitel geholt.
Leichtathletik | Finals Yemisi Ogunleye aus Mannheim holt Meistertitel im Kugelstoßen
Kugelstoß-Olympiasiegerin Yemisi Ogunleye war bei den Finals in ihrer eigenen Liga unterwegs, ist aber vor der WM in Tokio (13. bis 21. September) noch nicht in Medaillenform.
Zu den Topstars gehörte auch die zweifache Sportlerin des Jahres, Malaika Mihambo, die im Weitsprung schon alles gewonnen hat, was es zu gewinnen gibt. In Dresden sicherte sie sich mit viel Nervenstärke ihren nächsten Titel. Und die Jüngste im Bunde, Daria Varfolomeev, ebenso Weltmeisterin und Olympiasiegerin, war in der Rhythmischen Sportgymnastik äußerst erfolgreich.
Zehnkämpfer Leo Neugebauer hätte prinzipiell auch vorne mitmischen können. Doch der 25-Jährige hat planungsgemäß nicht den gesamten Zehnkampf bestritten. Für den Athleten des VfB Stuttgart war es der letzte Test unter Wettkampfbedingungen vor der WM in Tokio (13. bis 21. September).
Aus Rheinland-Pfalz waren in der Rhythmischen Sportgymnastik die beiden Top-Teams aus Oppau und Dahn dabei und verteilten die Titel unter sich. Im Trampolinspringen waren die Springer und Springerinnen vom MTV Bad Kreuznach um Aileen Rösler und Caio Lauxtermann ganz vorne mit dabei. In der Leichtathletik kam die Hindernisläuferin Olivia Gürth vom Verein Silvesterlauf Trier auf den zweiten Platz. Auch 800-Meter-Läuferin Majtie Kolberg von der LG Kreis Ahrweiler verpasste den Sieg knapp, sie wurde Zweite hinter Smilla Kolbe aus Frankfurt. Olivia Gürths Vereinskollegin Gesa Krause musste aufgrund der Folgen einer Rippenprellung den Start bei den Deutschen Meisterschaften absagen.
Wer aus dem Südwesten holte eine Medaille?
Baden-Württemberg hoffte im Weitsprung auf Simon Batz. Der Deutsche Meister der letzten beiden Jahre aus Mannheim verteidigte mit 7,99 Meter seinen Titel. Im Zehnkampf waren die beiden Ulmer Manuel Eitel und Tim Nowak am Start. Den Titel sicherte sich überlegen Tim Nowak. Der 29-Jährige gewann mit 8.140 Punkten. Mitfavorit Manuel Eitel hatte am ersten Tag Fußprobleme und stieg frühzeitig aus. Die Titelkämpfe kurzfristig absagen musste der frühere Speerwurf-Weltmeister Johannes Vetter aus Offenburg. Er ist nach mehreren Verletzungen und Operationen am Ellbogen noch nicht wieder in Topform. Neuer Deutscher Meister im 800-Meter-Lauf bei den Männern ist Alexander Stepanov aus Sindelfingen. Und beim Turnen überzeugte Timo Eder mit seinem Sieg im Mehrkampf.
Deutsche Meisterschaften Turn-Europameister Eder holt erstmals Mehrkampf-Titel
Erst überrascht Timo Eder bei den Europameisterschaften, nun ist er
auch deutscher Meister. Bei den Finals in Dresden gewinnt er den Sechskampf.
Bei den Männern war aus rheinland-pfälzischer Sicht vor allem der Mainzer Speerwerfer Julian Weber im Fokus. Bei den Deutschen Meisterschaften ging er als Favorit in den Wettkampf, denn mit über 91 Metern ist er momentan der beste Speerwerfer der Welt. Er wurde seiner Favoritenrolle gerecht und holte den Titel - wenn auch nicht mit einer Top-Weite.
Leichtathletik | Finals Weber holt Speer-Titel - aber noch ohne Medaillen-Form
Speerwerfer Julian Weber vom USC Mainz ist sechs Wochen vor der Weltmeisterschaft in Tokio (13. bis 21. September) noch nicht in Medaillenform.
Trotzdem zählt er bei der Leichtathletik-WM in Tokio im September zum Favoritenkreis.
Bei den Finals standen auch Sportarten im Fokus, die oft nur wenig Aufmerksamkeit bekommen. Im Flag-Football, einer Variante des American Football, nahm ein Mainzer Team teil, die Mainz Legionaries. Sie unterlagen im Finale den Walldorf Wanderers.