Anna-Lena Forster kann es kaum abwarten. Im vierten Anlauf erlebt die Monoskifahrerin endlich die Paralympischen Winterspiele nahezu vor der Haustür. "Ich habe eine Riesenvorfreude. Es hat einen noch größeren Reiz als die Spiele davor", schwärmte die 30-Jährige im Gespräch vor dem Saisonstart. "Die Vorfreude ist nochmal eine andere, weil ich von vielen aus der Familie, Freunden und Bekannten schon weiß, dass die gebucht haben." Sie erwarte ein "großes Fest" mit "gigantischer Stimmung".
Stärkere Konkurrenz, große Vorfreude
Dass die viermalige Paralympics-Siegerin ihr Ticket für Cortina lösen wird, daran besteht kein Zweifel. Schließlich dominiert sie ihre Sportart seit Jahren, kaum eine andere deutsche Athletin feierte derart viele Erfolge. Doch für die am Donnerstag im österreichischen Steinach startende Weltcup-Saison ist die Konkurrenz größer denn je. "Ich glaube, dass es von Jahr zu Jahr noch spannender wird. Ich sehe einfach, dass die anderen stärker werden", betonte Forster.
Die Japanerin Momoka Muraoka oder die Spanierin Audrey Pascual Seco haben das schon gezeigt. "Je stärker man ist, desto schwerer tut man sich auch was draufzulegen. Ich habe natürlich gut trainiert, aber gerade die Jüngeren können größere Sprünge machen", erzählte Forster. In der Vorbereitung wurde die Radolfzellerin zwischenzeitlich von zwei längeren Krankheitsphasen sowie einer Rückenzerrung ausgebremst.
Vorfreude auf Freunde und Familie
Doch sie fühle sich bereit. "Ich will endlich sehen, was es gebracht hat, was ich die letzten Monate so gemacht habe. Jeder weiß, dass es jetzt richtig drauf ankommt, deshalb trainiert man qualitativ hochwertiger", sagte die zehnmalige Weltmeisterin, die gerade für die Speed-Disziplinen nochmal intensiv an ihrem Monoski getüftelt hat.
Alles für das Traumziel Paralympics in Heimat-Nähe. "Ich würde schon gerne Medaillen feiern mit meinen Freunden und meiner Familie vor Ort", so Forster: "Das wäre schon toll, wenn ich vor deren Augen nochmal so performen könnte und im besten Fall auch Gold hole."