Auftakt in der Basketball-Bundesliga

Gladiators Trier vor Spiel gegen Rostock: "Wir wollen da hin, wo die sind!"

Ralph Held, sportlicher Leiter der Gladiators Trier, hat eine besondere Beziehung zum Auftaktgegner. Mit seinem Sohn hatte er die Rostock Seawolves drei Jahre lang gecoacht.

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Von Autor/in Marc Steffgen

In der Arena Trier geht es ruhig und beschaulich zu: In der Kabine der Gladiators ist nur das monotone Schleudern der Waschmaschine zu hören. Das Team kam um halb drei vom Auswärtsspiel aus Tübingen zurück. Mit dabei war natürlich auch der sportliche Leiter der Gladiators, Ralph Held.

Der ist nach dem ersten Pflichtspielsieg in der ersten Runde des BBL-Pokals am Morgen danach müde aber sehr zufrieden: "Ein gewonnenes Spiel ist immer ein gutes Gefühl. Am Ende war es relativ souverän. Wir sind sehr positiv gestimmt für die Saison." Für Ralph Held startet am Wochenende seine 25. Bundesliga-Spielzeit.

Jordan Roland von den Gladiators Trier verwandelt einen Dunking.
Die Gladiators Trier siegten in der ersten Runde des BBL-Pokals gegen die Tigers aus Tübingen mit 87 zu 67. IMAGO/Eibner

Der gebürtige Aachener, Ralph Held, hat in diesem Vierteljahrhundert alles gewonnen, was es im deutschen Basketball zu gewinnen gibt: Zwei Pokalsiege mit Trier, deutscher Meister und Pokalsieger mit Oldenburg, Bundesligaufstiege mit den Gladiators und Rostock. Zwischendurch war er auch noch Sportdirektor beim Deutschen Basketball Bund.

Besondere Beziehung zum Auftaktgegner

Gleich zum Auftakt der neuen Saison empfangen die Gladiators mit den Rostock Seawolves einen Gegner zu dem Held eine besondere Beziehung hat. Von 2021 bis 2024 hatte er die Rostocker zusammen mit seinem Sohn Christian trainiert und in die Bundesliga geführt: "Es war ein tolle Zeit. Ich habe mit Christian sehr vertrauensvoll zusammengearbeitet. Die Familie war da und die Enkelkinder waren in der Nähe."

Christian Held hatte zusammen mit seinem Vater Ralph die Rostock Seawolves in die Basketball-Bundesliga geführt und etabliert.
Drei Jahre hatte Ralph Held zusammen mit seinem Sohn Christian die Rostock Seawolves trainiert. Imago/Eibner

Die Seawolves hätten sich als Bundesliga-Standort in den letzten Jahren sehr professionalisiert, erzählt Held. Die Rostocker hätten in den letzten vier Jahren "eine wahnsinnige Entwicklung vollzogen", seien Trier deswegen auch ein paar Schritte voraus. "Wir wollen da hin, wo die sind", erklärt der sportliche Leiter der Gladiators.

Held hofft auf eigenes Trainingszentrum

Rostock habe im Jugendbereich eine "unfassbare Breite" und sei damit Vorbild im gesamten deutschen Basketball. Außerdem gebe es dort inszwischen ein eigenes Trainingszentrum und mehr Personal für das Umfeld der Mannschaft. Auf so ein Trainingszentrum für die Gladiators in Trier hofft Ralph Held in absehbarer Zukunft: "Das wäre ein Riesenschritt, den wir als nächstes gehen sollten, verbunden mit einer Erhöhung des Etats."

Trotzdem sei ein Heimsieg mit der Unterstützung der Fans möglich, so Held. Mit der Verpflichtung als sportlicher Leiter bei den Gladiators schließt sich für Held auch ein Kreis. In Trier begann seine Trainer-Karriere, hier feierte er mit den beiden Pokalsiegen, die nach eigener Aussage "schönsten Erfolge" seiner langen Karriere.

"Hier in Trier zu sein, wo die wichtigsten Menschen neben der Familie sind, ist einfach wunderbar", freut sich Held. Einziger Wermutstrophen: alle vier Kinder und die Enkel leben mittlerweile in Norddeutschland. Immerhin bei den Auswärtsspielen der Gladiators in Vechta und Hamburg könnte es dann auch zum kleinen Familientreffen der Helds kommen.

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