Am Ende jubelte der Favorit - wenn auch denkbar knapp. Durch ein Tor von Oliwer Kaski in der 13. Minute gewannen die Kölner Haie das erste Spiel der Viertelfinal-Serie mit 1:0 (1:0, 0:0, 0:0) und holten sich damit den ersten Sieg im "Best-of-Seven"-Modus gegen die Schwenninger Wild Wings.
Wild Wings beginnenn mit viel Euphorie und Offensivdrang
Nach dem dramatischen 3:2-Sieg nach Verlängerung im entscheidenden dritten Spiel der Play-Ins gegen die Grizzlies Wolfsburg waren die Schwenninger Wild Wings mit großer Euphorie ins Heimspiel gegen die Kölner Haie gegangen. Dementsprechend mutig traten die Schwarzwälder auch auf. Mit frechem Offensivdrang setzten sie die Gäste schon früh unter Druck und schienen sich nach knapp fünf Minuten bereits für das hohe Anfangstempo belohnt zu haben - der vermeintliche Treffer von Schwenningens Jordan Szwarz zählte jedoch nicht. Tylor Spink hatte zuvor den Kölner Keeper gefoult.
So gelang das erste Tor der Partie dann doch den Kölner Haien: Oliwer Kaski nutzte in der 13. Minute eine Unachtsamkeit der Schwenninger Defensive und brachte seine Mannschaft mit einem platzierten Schuss von der blauen Linie in Führung. Ein unglücklicher Moment für Schwenningens Goalie Joacim Eriksson, der dabei keine gute Figur machte. Nur drei Minuten später hätte es bereits 2:0 für Köln stehen können, doch Nate Schnarr setzte seinen Schuss an den linken Pfosten. Die Wild Wings allerdings ließen sich davon wenig beeindrucken und blieben ihrerseits aktiv in der Offensive, ohne sich entscheidend durchsetzen zu können. So ging es mit einem knappen 0:1-Rückstand aus Sicht der Hausherren in die Drittelpause.
Chancen auf beiden Seiten im zweiten Drittel
Auch zu Beginn des zweiten Drittels blieb die Partie offen. Beide Teams versuchten sich in Offensivaktionen, ohne zu nennenswerten Chancen zu gelangen. So lieferten sich die Kontrahenten eine intensive Partie mit harten Zweikämpfen. Gegen Mitte des Drittels schafften es die Gäste aus Köln dann aber doch, sich ein leichtes Chancenplus zu erspielen.
Am Zwischenstand änderte das zunächst jedoch nichts. Weder Louis-Marc Aubry (25. Minute) noch Patrick Russell (27.) konnten die Scheibe im Wild-Wings-Tor unterbringen. Doch auch die Gastgeber hätten in dieser Phase durchaus zum Ausgleich kommen können, Will Weber traf aber nur den Pfosten (28.). So blieb der Spielstand auch zum Ende des zweiten Drittels unverändert.
Wild Wings drängen auf den Ausgleich
Auch im Schlussdrittel zeigten sich die Hausherren aus Schwenningen unverändert mutig. Immer wieder setzten sie den Hauptrundenersten aus Köln mit starken Offensivaktionen unter Druck - nur die Belohnung blieb aus. Dennoch eine beachtliche Leistung des Underdogs aus dem Schwarzwald. Zur Mitte des Schlussdrittels erspielten sich die Kölner Haie dann aber zunehmend ein Übergewicht auf dem Eis, behaupteten die Scheibe länger und länger und schafften es so immer besser, die Wild Wings vom eigenen Tor fernzuhalten. Das bis dahin immens hohe Laufpensum der Gastgeber schien sich nun bemerkbar zu machen.
In der Schlussphase fanden die Wild Wings dann aber nochmal die zweite Luft. Mit hohem Pressing liefen die Gastgeber ihren Kontrahenten unermüdlich an, doch der Titelfavorit hielt gut dagegen und überstand gleich zwei Powerplays unbeschadet. Doch auch die Kölner Haie nutzten ihre Möglichkeiten im Powerplay nicht. In den letzten Minuten rannten die Schwenninger Wild Wings, angetrieben von der ausverkauften eigenen Halle, ein ums andere Mal gegen die gut stehende Defensive der Haie an, doch der Ausgleichstreffer wollte einfach nicht fallen. 40 Sekunden vor der Schlusssirene vergab Schwenningens Alexander Karachun die letzte Chance der Partie. So endete das Spiel mit einem bitteren 0:1 aus Sicht der Gastgeber, die den Haien über weite Strecken ebenbürtig gewesen waren.
Spiel zwei zwischen Wild Wings und Haien am Freitag
Bereits am Freitag (27.03.) geht es für beide Mannschaften mit dem zweiten Spiel der Serie weiter. Dann empfangen die Kölner Haie die Schwenninger Wild Wings in Köln. Am Sonntag (29.03.) steigt dann Spiel drei wieder im Schwarzwald. Sieger der "Best-of-Seven-Serie" und damit im Halbfinale ist das Team, das zuerst vier Siege erringt.