Radsport | Tour de France

"Traum ist wahr geworden": Lipowitz übernimmt Weißes Trikot

Der Laichinger Jungstar Florian Lipowitz feiert nach der 14. Etappe der Tour de France den nächsten großen Erfolg und hofft auf einen ruhigeren Tag.

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Florian Lipowitz riss einen Blumenstrauß in die Höhe und strahlte in dem Weißen Trikot förmlich, als der deutsche Nachwuchsstar im ungemütlichen Nieselregen in den Pyrenäen eine seiner bislang größten Auszeichnungen im Radsport erhielt. Bei der Tour de France übernahm der 24-Jährige nach der 14. Etappe den dritten Gesamtrang und schlüpfte in das Outfit für den besten Nachwuchsfahrer - knapp eine Woche vor dem Ende der Rundfahrt in Paris.

Peyragudes

Konkurrent Evenepoel steigt aus Florian Lipowitz aus Laichingen auf dem Weg zum Podium bei Tour de France

Florian Lipowitz aus Laichingen hat sich beim Bergzeitfahren der Tour de France eine gute Position im Kampf ums Podium erkämpft.

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Lipowitz hat sich "super gut gefühlt"

"Ich denke, Frankreich ist ein gutes Pflaster für mich", sagte Lipowitz dem französischen Fernsehen mit einem breiten Lächeln im Skigebiet Luchon-Superbagnères. "Ein Traum ist wahr geworden mit dem Weißen Trikot. Ich bin mehr als glücklich", schwärmte er. Er habe sich heute "super gut gefühlt", sagte der Laichinger auch in der Sportschau zufrieden.

Das ist sein Ziel bei der Tour de France

Dass er nun auch in der Gesamtwertung das Podium erobert hat, ändert an seinen Zielen erstmal nichts. Ausweichend reagiert er auf die Frage, dass man einen dritten Rang doch eigentlich verteidigen will: "Ich glaube an dem Ziel bis nach Paris kommen, da wird sich nichts ändern. Aber ich meine, wir sind ein Team, wir müssen jetzt zusammensitzen und schauen, was der Plan für die nächsten Tage ist. Ich denke, wir können super zufrieden sein. Platz drei jetzt in der Gesamtwertung und Primoz (Roglic, Anm. der Red.) auch noch immer in der Gesamtwertung mit dabei. Aber die dritte Woche, jeder weiß, das wird auch die entscheidende Woche sein." Er hofft, dass die Beine halten und er die letzte Woche auch noch gut übersteht.

Hoffnung auf ruhigere 15. Etappe

Am Sonntag dürften sich die Top-Fahrer etwas schonen. Nach den anspruchsvollen Etappen im Hochgebirge wittern die Fluchtliebhaber ihre Chance auf der 15. Etappe. Vor dem zweiten Ruhetag warten 169,3 Kilometer zwischen Muret und der südfranzösischen Stadt Carcassonne. Zwei Anstiege der dritten und ein mittelschwerer der zweiten Kategorie laden Ausreißer-Gruppen ein. Florian Lipowitz hofft, dass es auf der 15. Etappe ein bisschen ruhiger wird und fügt hinzu: "Und dann geht's in die Alpen." Wieder in die Berge. Und wenn es weiter so gut läuft, wird vielleicht noch ein Traum für den Tour-Debütanten wahr.

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Kira Rutkowski

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