Radsportler aus RLP bei der Tour de France

Pascal Ackermann und Niklas Märkl zwischen sengender Hitze und mythischen Gipfeln

Die Tour de France begeistert mal wieder Menschen aus aller Welt. Die Frankreich-Rundfahrt zog am Donnerstag über den Tourmalet. Mitten drin zwei Sportler aus RLP.

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Von Autor/in Patricia Preis / Maximilian Springer

Die Tour de France 2026 hat ihr erstes großes Highlight passiert. Am mythischen Col du Tourmalet gerieten auch die besten Bergfahrer gewohnt ins Schwitzen. 1.249 der insgesamt 4.100 Höhenmeter auf der sechsten Tour-Etappe absolvierten die Fahrer am berühmtesten Berg der Pyrenäen. Als Erster auf dem höchsten Punkt der Passstraße und wenig später auch am Zielstrich in Gavarnie-Gèdre: Tour-Favorit Tadej Pogačar aus Slowenien. Bester deutscher Fahrer wurde Florian Lipowitz aus Laichingen (Alb-Donau-Kreis). Er kam als Siebter ins Ziel.

Die Pfälzer Pascal Ackermann (als 129. im Ziel) und Niklas Märkl (als 169. im Ziel) hatten wie erwartet nichts mit dem Etappensieg zu tun. Beide haben ihre Stärken im Sprint und sind demnach bei Bergetappen in den hinteren Gruppen zu finden.

Ackermann und Märkl fahren durch Gebiete mit Waldbrandgefahr

Neben den Höhenmetern ein Problem bei dieser Tour: eine Hitzewelle, die in diesen Tagen durch Spanien und Frankreich rollt. Es besteht Waldbrandgefahr auf einigen Stecken, viele Abschnitte sind für Zuschauende gesperrt. Dass ganze Etappen abgesagt werden, hält Ackermann aber für unrealistisch. "Da steckt so viel dahinter. Die Ortschaften zahlen richtig viel Geld, dass die Tour de France da durch geht. Wir haben alle die gleichen Bedingungen. Also von daher glaube ich nicht, dass da was passieren wird", sagte der Fahrer aus Kandel (Landkreis Germersheim).

Trotz der heißen Temperaturen genießen Ackermann und Märkl die Frankreich-Rundfahrt. Märkl, zum zweiten Mal bei der Tour dabei, blieb vor allem der Auftakt in Barcelona positiv in Erinnerung: "Zwei Tage vor dem Tourstart ist quasi die Teamvorstellung. Und wenn man da durch die Gassen fährt, und Hunderttausende von Menschen da sind, um diese Teampräsentation zu sehen, dann wird einem erstmal bewusst, was das für ein Ding ist, diese Tour de France", so der Queidersbacher (Landkreis Kaiserslautern).

Niklas Märkl in seinem Trikot (Archivbild)
Niklas Märkl soll als Anfahrer die Topsprinter von Team Picnic PostNL in eine gute Postion bringen. IMAGO / teamSprint-media (Archivbild)

Der Zielsprint in Bordeaux - Chancen für Ackermann?

Einen ersten Massensprint haben die beiden auch schon hinter sich. Für Pascal Ackermann reichte es zum zwölften Platz bei der fünften Etappe in Pau. Nicht genug für den Pfälzer, der bei der Tour de France durchaus auf einen Sieg bei einer Flachetappe schielt. "Eigentlich kann ich mir keinen Vorwurf machen", sagte Ackermann zu seinem zwölften Platz. Die beiden Topfahrer Tim Melier und Jasper Philipsen hätten ihren Sprint nicht rechtzeitig angezogen und so Ackermann nicht die Chance gegeben, ganz nach vorne zu fahren. "Ich hätt's genauso wieder gemacht. Normalerweise fahren sie los, weil die wollen die Etappe auch gewinnen. Aber das haben sie nicht gemacht", erklärte der Pfälzer.

Pascal Ackermann will bei den Massensprints dieser Tour de France vorne mitfahren
Pascal Ackermann will bei den Massensprints dieser Tour de France vorne mitfahren. IMAGO / Sirotti

Am Freitag steht das nächste Sprint-Finish an. Über 175 Kilometer führt die Tour von Hagetmau nach Bordeaux. Im Port de la lune, wie die Stadt auch genannt wird, kommt es dann aller Voraussicht nach wieder zu einem Massensprint um den Sieg. An dessen Ende auch die Fahrer aus der Pfalz zufrieden über den Zielstrich rollen wollen - Ackermann ja vielleicht sogar als Erster.

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