"Zieht den Bayern die Lederhosen aus", schallte es an Vatertag durch die Arena Trier. Dabei hieß der Gegner Rostock. Die 5.400 Fans feierten nicht nur den Sieg, sondern blickten bereits auf das was kommt.
Ab Sonntag spielen die Gladiators im sogenannten Playoff-Modus im Viertelfinale der deutschen Basketball-Meisterschaft gegen Bayern München. Es wird so lange gespielt, bis ein Team dreimal gewonnen hat.
Was man sonst noch über das Duell Gladiators Trier gegen Bayern München wissen sollte:
- Termine für die Basketball Playoffs
- Deutscher Meister gegen Zweitligameister
- Jüngster Trainer gegen den ältesten der Liga
- Bester Offensivspieler gegen wertvollsten Spieler
- Bilanz der beiden Teams gegeneinander
Termine für die Basketball Playoffs
Die ersten beiden Spiele finden in München statt. Spiel drei und vier in Trier. Sollte es dann 2:2 stehen findet das fünfte Spiel in München statt.
Spiel 1: 17.05.2026 16:30 Uhr München
Spiel 2: 19.05.2026 20:30 Uhr München
Spiel 3: 23.05.2026 14:30 Uhr Trier
Spiel 4: 25.05.2026 18:30 Uhr Trier
Spiel 5: 27.05.2026 18:30 Uhr München
Zum ersten Auswärtsspiel in München haben rund 200 Trierer Fans Tickets über den Fanclub Fastbreak bestellt. Der Fanclub geht davon aus, dass noch weit mehr Gladiators-Anhänger das Team in München unterstützen werden. Beim Auswärtsspiel im Dezember waren fast 1.000 Trierer in München.
Erstes Trierer Heimspiel in Rekordzeit ausverkauft
Das erste Trierer Heimspiel am 23.05. ist bereits ausverkauft. Der Vorverkauf begann genau eine Woche vorher um 10:00 Uhr. Nach nur drei Minuten waren die 2800 Karten für den freien Verkauf vergriffen.
Die 2600 Dauerkarteninhaber können noch von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch machen. Erfahrungsgemäß gibt es dabei aber laut Gladiators-Geschäftsstelle keine Rückläufer.
Deutscher Meister gegen Zweitligameister
Mit Bayern München und den Gladiators Trier treffen zwei Titelträger aufeinander. Das Überraschungsteam aus Trier geht als Aufsteiger in die Begegnung mit den Bayern und ist gleichzeitig amtierender Zweitligameister. In der Finalserie 2025 setzten sich die Bayern gegen Ulm durch und sind amtierender Deutscher Meister.
Jüngster Trainer gegen den ältesten der Liga
Die Viertelfinalserie ist auch das Aufeinandertreffen zweier Trainergenerationen. Triers Coach Jacques Schneider ist mit 33 Jahren der jüngste Trainer der Liga. Bayerns Svetilav Pesic ist mit 76 Jahren der erfahrenste. 1993 gewann er mit der deutschen Nationalmannschaft die Europameisterschaft.
Mit Jugoslawien wurde Pesic 2002 Weltmeister. Mit Serbien Dritter bei Olympia 2024 (gegen Deutschland). Er sammelte unter anderem fünf Meistertitel mit Berlin und den Bayern. Zweimal wurde er spanischer Meister mit dem FC Barcelona und gewann mehrmals den Europapokal.
Bester Offensivspieler gegen wertvollsten Spieler
"Es ist Obst im Haus" - ein Spruch, den Basketballfans gerne auf den Lippen haben, wenn der deutsche Basketball-Weltmeister Andi Obst auf dem Feld steht. Seit Jahren gilt er als einer der besten Distanzschützen in ganz Europa und hat seinen Vertrag bei den Bayern kürzlich bis 2029 verlängert.
Andy Obst ist in dieser Spielzeit zum wertvollsten Spieler der Bundesliga gewählt worden. Vor dem Trierer Jordan Roland. Der erhielt immerhin den Titel des besten Offensivspielers der Saison 2025/26
Bilanz der beiden Teams gegeneinander
In dieser Saison trafen die Bayern und Trier dreimal aufeinander. Alle Spiele gewann München. Zweimal in der laufenden Saison und einmal im BBL-Pokal in Trier. Insgesamt trafen beide Mannschaften elfmal aufeinander. Die Gladiators gewannen davon drei Spiele. Unvergessen ist der Trierer 79:74-Sieg am 7.12.2014.
Ausverkaufte Halle in Trier Vor Pokalspiel: Basketball-Coach Rödl zu Taiwan, Trier und den Bayern
Dezember 2014: Die ausverkaufte Arena Trier steht Kopf nach einem Sieg über die Bayern. Ex-Coach Henrik Rödl erinnert sich und drückt die Daumen für das Bayernspiel am Sonntag.
Der damalige Trierer Trainer Henrik Rödl erinnerte sich in einem SWR-Interview vor dem Pokalspiel der Bayern in Trier vergangenes Jahr an die Partie.
Ich musste das Team gar nicht pushen. Die Jungs waren so was von motiviert
5900 Fans waren damals in der Arena. Die Halle sei aus allen Nähten geplatzt, erinnerte sich Rödl. "Und du weißt als Bayern, da warten zehn Jungs auf dich, die brennen darauf, dir ein Bein zu stellen. Ich musste das Team gar nicht pushen. Die Jungs waren so was von motiviert."
Triers Fans setzen dieses Jahr darauf, dass das Überraschungsteam der Bundesligasaison 2025/26 ähnlich motiviert in die Playoffs gegen die Bayern geht.