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Patricia Kopatchinskaja spielt Béla Bartók

Tito Muñoz dirigiert ein Konzert des SWR Symphonieorchesters mit Werken von Wagner, Bartók, Janáček und Prokofjew. Mit Patricia Kopatchinskaja (Violine). Livemitschnitt im Konzerthaus Freiburg vom 12. März 2026.

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Stand

Programm

Richard Wagner
Vorspiel und "Liebestod" aus dem Musikdrama "Tristan und Isolde"
Béla Bartók
Violinkonzert Nr. 1 Sz 36
Leoš Janáček
Streichquartett Nr. 1 "Kreutzer-Sonate" (Bearbeitung für Streichorchester)
Sergej Prokofjew
Auszüge aus der Ballettmusik "Romeo und Julia" op. 64

Mitwirkende

Patricia Kopatchinskaja, Violine
SWR Symphonieorchester
Tito Muñoz, Dirigent

Tito Muñoz dirigiert das SWR Symphonieorchester
Tito Muñoz dirigiert das SWR Symphonieorchester im Konzerthaus Freiburg

Richard Wagner stellte sein Musikdrama "Tristan und Isolde" 1859 fertig, konnte es aber erst 1865 komplett aufführen lassen. Zwei Jahre zuvor begründete er bei einem Konzert in St. Petersburg die Tradition, das Vorspiel mit einer rein instrumentalen Fassung der Schlussszene zu koppeln. Die beiden Sätze lassen sich als Programmmusik und Konzentrat der Oper hören: Das Vorspiel stellt mit seinen unaufgelösten Dissonanzen das Drama der beiden Liebenden dar, denen die Erfüllung im Leben versagt bleibt. Ekstatische Klänge stehen in "Isoldes Liebestod" für ihre Verklärung, für die Vereinigung im Jenseits.

Béla Bartók komponierte sein erstes Violinkonzert 1907/1908 für die junge Geigenvirtuosin Stefi Geyer (1888-1956), in die er sich verliebt hatte. Die beiden Sätze porträtieren ihre Persönlichkeit aus unterschiedlichen Blickwinkeln: Der erste zeigt die "idealisierte Stefi Geyer, überirdisch und innig", der zweite die "fröhliche, geistreiche, amüsante" Virtuosin. Uraufgeführt wurde das Konzert erst 1958, also nach Bartóks und Geyers Tod.

Das erste, 1923 entstandene Streichquartett Leoš Janáčeks trägt den Titel "Kreutzersonate". Er bezieht sich damit nicht direkt auf Beethovens bekanntes gleichnamiges Werk, sondern auf Leo Tolstois Erzählung mit demselben Titel, in der die Frau eines Gutsbesitzers Beethovens Sonate mit einem jungen Geiger spielt und von ihrem eifersüchtigen Gatten ermordet wird. Zwar hat Janáček der Nachwelt kein genaues Programm mitgeteilt, doch könnten seine heimlichen Satzüberschriften in etwa folgendermaßen lauten: "Porträt der gequälten Frau" – "Begegnung der Frau mit dem Geiger" – "Krise" – "Katastrophe und Katharsis".

Um sein 1935 fertiggestelltes Ballett "Romeo und Julia" gegen Widerstände durchzusetzen, extrahierte Sergej Prokofjew daraus drei Orchestersuiten für den Konzertgebrauch. Heute stellen viele Dirigenten daraus eigene Satzfolgen zusammen. Die Auswahl von Tito Muñoz gibt zweifellos einen hervorragenden Eindruck von der Vielfalt des Ausdrucks in Prokofjews Ballettmusik. Das Spektrum reicht vom grandiosen Tanz der Ritter, in dem sich der ganze Hass und Hochmut der verfeindeten Familien Montague und Capulet konzentriert, bis zur melancholischen Stimmung beim Abschied der unglücklichen Liebenden Romeo und Julia.

Pausenfilm zum Livestream

Lena Hofbauer spricht mit der Geigenvirtuosin Patricia Kopatchinskaja, die zum wiederholten Male als Solistin beim SWR Symphonieorchester zu Gast ist. Beim Konzert in Freiburg unter der Leitung von Tito Muñoz interpretiert sie Béla Bartóks erstes Violinkonzert.

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