Auf der Suche nach dem Glück
Was macht uns glücklich? Taylor Swift? Geld? Liebe? Drogen? Auswandern? Florian Schroeder wird für seine Recherchen zum Reporter und lässt sich auf Dinge ein, die er sonst nicht gemacht hätte: Steht in der Schlange mit Swifties, bucht eine Kuschelparty, wettet auf einer Pferderennbahn, besucht die finnischen Glücksweltmeister, versucht auf einer Esoterik-Messe mit Jesus zu reden.
Abrechnung mit dem Glückswahn
Für sein Buch "Happy End" analysiert Florian Schroeder wissenschaftliche Studien und Statistiken zum Glück. Um u.a. festzustellen, dass die Ehe dem Mann mehr nutzt als der Frau. Zusätzlich beschäftigt er sich mit Glücksratgebern, die oft den schnellen Weg zu einem neuen "Ich" versprechen und sagt: "Die schlimmsten Bücher, die ich in meinem Leben lesen musste."
Ich war ein unglückliches Kind
Florian Schroeder spricht nicht viel über Privates. Er hat lange gebraucht, um über seine Kindheit und seinen kriminellen Vater zu reden. In der Schule ist er übergewichtig, unsportlich, wird gemobbt. Als er sechs Jahre alt ist, trennen sich die Eltern. Sein Vater ist ein Hochstapler und wird verurteilt. Seine Mutter erzieht ihn alleine. Für ihn ist die Beziehung zu ihr ein ganz großes Glück.
Beruflich brauche ich den Mittelpunkt – privat nicht
In der Jugend ein Außenseiter – und heute? Heute genießt er es, auf der Bühne im Mittelpunkt zu stehen, ist aber privat eher zurückhaltend. In Lörrach groß geworden, in Freiburg studiert, in Berlin angekommen. Sein Gedanke war immer: "Wenn Du es in Berlin schaffst, schaffst Du es überall." Und auf die Frage nach seinen persönlichen Glücksmomenten sagt er: "Ich kann stundenlang am Meer sitzen und auf die Brandung gucken. Reicht."