Im Caritas-Zentrum St. Laurentius in Ingelheim wird in der Weihnachtszeit besonders viel gespendet. Das sagt Markus Krüger, der Leiter des Zentrums. Sein Tipp: Verbraucher und Verbraucherinnen könnten sich zuhause regelmäßig umschauen, "was brauche ich eigentlich nicht mehr. Das kommt dann sauber und ordentlich in den Sack, wird hier abgegeben und die Sachen werden dann verkauft." So kann die aussortierte Kleidung andere Menschen - zum Beispiel in der Adventszeit - glücklich machen und warmhalten.
Gemeinschaftsgefühl in der Weihnachtszeit
Ein Fünftel bis manchmal ein Viertel des Spendenvolumens eines Jahres wird in der Advents- und Weihnachtszeit gespendet, erklärt Martin Wulff vom Deutschen Spendenrat. "Da trägt die Weihnachtszeit mit einem schönen Gemeinschaftssinn und gemeinschaftsfördernden Gedanken erheblich zu bei."
Durchschnittliche Einzelspendenhöhe steigt
Zwar nimmt die Zahl der Spender kontinuierlich ab, der durchschnittliche Spendenbetrag steigt aber: im laufenden Jahr voraussichtlich auf einen neuen Rekordwert von 41 Euro. Der Spendenrat sieht darin einen Hinweis auf ein gezielteres Verhalten. Wer spende, spende bewusster und großzügiger. Das sei ein starkes Signal in schwierigen Zeiten.
40 bis 69-Jährige spenden mehr
Wie aus der vom Spendenrat gemeinsam mit dem Umfrageinstitut Yougov erstellten Analyse hervorgeht, stieg das Spendenaufkommen in den Altersgruppen der 40- bis 69-Jährigen an. Der Organisation zufolge ist die Spendendynamik bei den 40- bis 69-Jährigen eine "große Chance".
Ältere Menschen spenden weniger
Es werde derzeit viel über die Sicherheit der Renten diskutiert. Das verunsichere Spenderinnen und Spender in dem Alter, sagt Martin Wulff vom Spenderat. Er beobachtet erstmals einen Rückgang der Spenden bei der Generation der Über-70-Jährigen. "Gerade bei den Älteren - das wollen wir nicht verheimlichen - ist es so, die Kosten für die Pflege sind in der letzten Zeit erheblich gestiegen. Und das wirkt sich wirklich aus auf diese Generation."
Spenden: regionale Projekte beliebt
"Was die Menschen interessiert ist, wo bleibt mein Geld, was ich spende?", sagt Wulff. In diesem Zusammenhang beobachtet er, dass seit Jahren regionale Projekte Zulauf bei den Spenden verzeichnen. "Wir haben jetzt einen Marktanteil von 34 Prozent für regionale Projekte. Das heißt, die Menschen spenden für etwas ganz Konkretes in ihrer nahen Umgebung."