Atom statt Öl und Gas? So begegnen Deutschland und andere Länder der Energiekrise

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Die Energiepreise gehen wegen des Iran-Kriegs durch die Decke. Öl und Gas sind teuer wie selten. Um unabhängiger von fossilen Rohstoffen zu werden, setzen viele Länder auf Atomkraftwerke – auch um Klimaziele einzuhalten, denn Atomkraftwerke stoßen kein CO2 aus.

Atomenergie Rückkehr zur Atomkraft – wie sinnvoll wäre das?

Seit knapp zwei Jahren wird in Deutschland kein Atomstrom mehr produziert. Zu wenig Strom gibt es deswegen nicht und teurer ist er auch nicht geworden. Trotzdem nimmt die Debatte um Atomenergie im aktuellen Wahlkampf wieder an Fahrt auf. 

Impuls SWR Kultur

Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron hat Vertreter aus etwa 30 Staaten zu einem internationalen Treffen zur Zukunft der Atomenergie eingeladen. Aus Deutschland wird kein Regierungsvertreter erwartet, denn hier ist der Wiedereinstieg in Atomkraft kein Thema. "Ein Wiedereinstieg dürfte so kostenträchtig sein, dass es sich kaum lohnt", sagt Lars P. Feld, Wirtschaftswissenschaftler und Leiter des Walter-Eucken-Instituts in Freiburg. Auch Mini-Atomkraftwerke auf den neuesten Stand zu bringen, dürfte seiner Ansicht nach relativ teuer sein. Das Weiterbetreiben von Kraftwerken lohne sich hingegen.

Stromversorgung aus erneuerbaren Energien – aber nicht nur

Die Stromversorgung ausschließlich mit erneuerbaren Energien sicherzustellen, hält er für unrealistisch. "Ich bin nicht überzeugt davon, dass wir 2050, dann wenn die Klimaneutralität erreicht werden soll, gar keine fossilen Energieträger mehr eine Rolle spielen sollen. Wir werden dadurch nicht von einem Energiemix wegkommen, der immer noch fossile Energie vorsieht."