Die Grünen-Politikerin bemängelt die Haltung der schwarz-roten Bundesregierung. Es habe keine Bereitschaft des Bundes gegeben, seinen Anteil von derzeit 1,5 Milliarden Euro pro Jahr zu erhöhen. "Ich bedauere das." Denn auf der anderen Seite habe die Koalition aus CDU/CSU und SPD die Pendlerpauschale um zwei Milliarden Euro angehoben. "Dafür ist Geld da", kritisiert Katrin Eder und kann nicht nachvollziehen, dass das "Erfolgsmodell" Deutschlandticket schlechter behandelt wird.
Ich bin für gar keine Erhöhung. Aber wenn es nicht anders geht, dann muss man sagen, dass man die Erhöhung so gering wie möglich hält.
Eder fordert Planungssicherheit für Deutschlandticket
Die rheinland-pfälzische Umweltministerin kritisiert, dass der Bund erneut die Finanzierung des Deutschlandtickets nur für ein Jahr garantieren wolle - also für 2026. Notwendig sei aber eine Planungssicherheit bis 2030. Nur unter diesen Voraussetzungen seien Kampagnen sinnvoll - beispielsweise um Unternehmen zu überzeugen, das Jobticket anzubieten.
Steigt der Preis für das Deutschlandticket auf 64 Euro?
In der Beschlussvorlage für die Sonder-Verkehrsministerkonferenz der Bundesländer steht keine konkrete Zahl drin, was das Deutschlandticket ab 2026 kosten soll. Allerdings gebe es bereits Vorschläge aus dem Verband der Verkehrsunternehmen, die von 64 bis 65 Euro ausgingen, sagt die rheinland-pfälzische Umweltministerin. "Für mich persönlich geht es darum, so wenig zu erhöhen, wie es geht, um das Deutschlandticket in seinem Erfolg nicht zu gefährden", so die Grünen-Politikerin Katrin Eder.