"Was fehlt, sind Rahmenbedingungen für den privaten Autokäufer." Wer sich für ein Elektroauto entscheide, sollte eine finanzielle Förderung erhalten. Dabei gehe es nicht um einen Porsche Taycan mit E-Antrieb. "Wer sich den leisten kann, braucht sicherlich keine Unterstützung mehr vom Staat", ergänzt die Auto-Journalistin.
Solange sich Elektromobilität so schwer tut, werden sicherlich keine weiteren Investitionen in diesen Markt fließen.
Die Politik müsse einen langfristigen Plan erarbeiten, wie Elektromobilität in Deutschland und Europa geförderten werden soll. Das betreffe Modelle, die für die breite Masse gedacht seien - beispielsweise von Volkswagen. Außerdem müssten die Kosten für den Strom an Ladesäulen transparenter gemacht werden. "Da hoffen wir auf Signale unseres Verkehrsministers und der Wirtschaftsministerin."
Datenanalyse: Verkehrswende stockt Autokauf-Dilemma: E-Autos teuer, Verbrenner bald auch
Elektroautos sind sauberer, effizienter, aber oft teuer. Das zeigt eine SWR-Datenanalyse. Gleichzeitig könnte Verbrennerfahren bald spürbar teurer werden.
Dämpfer für Elektroambitionen von Porsche
Der Absatz von Elektroautos bleibt nach Aussage von Birgit Priemer hinter den Erwartungen zurück. Porsche habe das Ziel verfolgt, im Jahr 2030 einen E-Auto-Anteil von 80 Prozent zu haben. "Das ist aktuell nicht zu erreichen." Luxusautos mit Elektroantrieb würden nicht ausreichend nachgefragt.
Porsche-Chef Oliver Blume habe deshalb die Reißleine gezogen und erklärt, der Sportwagenhersteller werde wieder verstärkt auf Verbrennermotoren und Hybrid-Antriebe setzen. In diesen Zusammenhang ist das wahrscheinliche Aus für die Batteriezelleinheit "Cellforce" einzuordnen. Nach Einschätzung der Chefredakteurin von 'auto motor und sport' könnte sich der Schaden auf zwei Milliarden Euro belaufen.
Rund 200 Stellen wackeln Massenentlassungen bei Cellforce geplant: Porsches Batteriezellfertigung vor dem Aus?
Porsche will seine Batteriezelleinheit "Cellforce" in Kirchentellinsfurt offenbar dramatisch schrumpfen. 200 Stellen sollen auf der Kippe stehen.