E-Mobilität: Warum Porsches Batteriewerk vor dem Aus steht

Es scheint beschlossen zu sein: Der Stuttgarter Sportwagenbauer Porsche will sein Batterie-Tochterunternehmen Cellforce weitgehend einstellen. Ein Grund dafür sei, die mangelnde Akzeptanz von E-Autos, sagt Birgit Priemer, Chefredakteurin von 'auto motor und sport' im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Fischer. Die Politik müsse handeln.

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"Was fehlt, sind Rahmenbedingungen für den privaten Autokäufer." Wer sich für ein Elektroauto entscheide, sollte eine finanzielle Förderung erhalten. Dabei gehe es nicht um einen Porsche Taycan mit E-Antrieb. "Wer sich den leisten kann, braucht sicherlich keine Unterstützung mehr vom Staat", ergänzt die Auto-Journalistin.

Solange sich Elektromobilität so schwer tut, werden sicherlich keine weiteren Investitionen in diesen Markt fließen.

Die Politik müsse einen langfristigen Plan erarbeiten, wie Elektromobilität in Deutschland und Europa geförderten werden soll. Das betreffe Modelle, die für die breite Masse gedacht seien - beispielsweise von Volkswagen. Außerdem müssten die Kosten für den Strom an Ladesäulen transparenter gemacht werden. "Da hoffen wir auf Signale unseres Verkehrsministers und der Wirtschaftsministerin."

Dämpfer für Elektroambitionen von Porsche

Der Absatz von Elektroautos bleibt nach Aussage von Birgit Priemer hinter den Erwartungen zurück. Porsche habe das Ziel verfolgt, im Jahr 2030 einen E-Auto-Anteil von 80 Prozent zu haben. "Das ist aktuell nicht zu erreichen." Luxusautos mit Elektroantrieb würden nicht ausreichend nachgefragt.

Porsche-Chef Oliver Blume habe deshalb die Reißleine gezogen und erklärt, der Sportwagenhersteller werde wieder verstärkt auf Verbrennermotoren und Hybrid-Antriebe setzen. In diesen Zusammenhang ist das wahrscheinliche Aus für die Batteriezelleinheit "Cellforce" einzuordnen. Nach Einschätzung der Chefredakteurin von 'auto motor und sport' könnte sich der Schaden auf zwei Milliarden Euro belaufen.

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