Europäischer Dialog mit Russland? "Frankreich geht’s um Macht"

Teilen

Stand

Bei den aktuellen Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland über ein mögliches Kriegsende sind die EU und ihre Mitgliedsstaaten Zuschauer statt Akteure. Das will der französische Präsident Emmanuel Macron ändern und hat sich für direkte Gespräche mit Russland ausgesprochen. Der Kreml bestätigte eine erste Kontaktaufnahme. "Diplomatie ist nicht nur, dass man mit denjenigen redet, die man mag, sondern gerade auch mit denen, mit denen man sich vielleicht nicht versteht", sagt Linn Selle, Leiterin des Europa-Zentrums bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik.

Frankreichs Absicht

Dass gerade Macron diesen Vorstoß mache, sei ein "klassisches französisches Herangehen", so die Expertin. Es gehe Frankreich darum, ein machtvoller Akteur innerhalb Europas zu sein. Ob das Land letztlich auch der richtige Partner ist, um Gespräche mit Russland zu führen, stellt Selle in Frage. Wen die Politologin als besseren Gesprächsführer sieht und warum, erklärt sie im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Fischer.

Erstmals publiziert am
Stand
Das Interview führte
Andreas Fischer
Porträtfoto von Andreas Fischer
Onlinefassung
Julia Salinas
SWR Aktuell-Moderatorin Julia Salinas