Filmtipp: Berlin als Ankara, Hamburg als Istanbul -"Gelbe Briefe" ist brandaktuell

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Bei der Berlinale ist İlker Çataks Drama "Gelbe Briefe" mit dem goldenen Bären ausgezeichnet worden, der höchsten Adelung des Festivals. Seit dieser Woche ist der Film in den Kinos. SWR Aktuell-Filmkritikerin Anna Wollner hat den Film bereits gesehen und hält die Auszeichnung für verdient.

Ein Film über Politik, Moral und Beziehung

„Gelbe Briefe“ erzählt die Geschichte eines türkischen Künstlerpaars, das aufgrund staatlicher Willkür und angeblicher regierungskritischer Äußerungen seine Arbeit verliert. Das stellt ihre Beziehung vor große Herausforderungen und wirft moralische Fragen auf. "Der Film verlegt den politischen Diskurs in die Ehe", so Wollner. "Es ist brandaktuell, obwohl die Ursprünge der Geschichte bis 2019 zurückreichen."
Spannend sei auch, dass der Film – obwohl die Geschichte eigentlich in der Türkei spielt – in Deutschland gedreht wurde. "Berlin als Ankara, Hamburg als Istanbul - es ist eine Geschichte, die überall spielen könnte", resümiert die Filmkritikerin.

Inwieweit der Film auch zu den aktuellen Diskussionen über die Berlinale-Intendantin Tricia Tuttle und den Streit um politische Einflussnahme passt, erklärt Anna Wollner im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Jonathan Hadem.

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