Filmtipp "How to make a Killing": Schwarze Komödie oder stylischer Thriller?

Es geht um 28 Milliarden US-Dollar. Doch damit Becket Redfellow (gespielt von Glen Powell) das Erbe einstreichen kann, muss er sieben Familienmitglieder um die Ecke bringen. Wo Filmkritikerin Anna Wollner Stärken und Schwächen von "How to make a Killing" sieht, sagt sie im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Jonathan Hadem.

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Der Film erzählt die Geschichte rückblickend, als der Protagonist Becket Redfellow bereits in der Todeszelle sitzt, sagt Anna Wollner. "Man weiß von Anfang an: Das wird nicht gut ausgehen."

Warum die Hauptrolle mit Glen Powell gut besetzt ist

Hollywoods aufstrebender Star Glen Powell spielt den Hauptdarsteller Becket Redfellow. Der 37-Jährige sei eine gute Wahl für die Rolle. Er bringe sein "verschmitztes Lächeln und viel Charme" mit und kombiniere sein "Sonnyboy"-Image mit einer Figur, die "ziemlich skrupellos ist. Das macht Spaß. Man schaut ihm gerne zu, obwohl man genau weiß, dass er moralisch komplett entgleist", sagt die Filmkritikerin.

Schauspieler Glen Powell in dem Film "How to make a Killing"
Schauspieler Glen Powell in dem Film "How to make a Killing"

Was gut an "How to make a Killing" ist und was nicht

Anna Wollner ist begeistert von der Idee des Films: "Die Vorlage ist ein Klassiker des Schwarzen Humors." Hinzu kämen bissige Dialoge, starke Figuren und ein schönes Spiel mit Moral. "Aber der Film erreicht nie ganz die Schärfe oder Konsequenz, die er haben könnte." Das könnte daran liegen, dass er sowohl eine "Schwarze Komödie" als auch ein "stylischer Thriller" sein will. Das mache ihn teilweise "bitterböse" und dann wieder "fast zahm oder überraschend harmlos". Dadurch wirke der Film etwas "unausgegoren".

Fazit von Filmkritikerin Anna Wollner

"Wenn man Lust auf eine etwas schrägere, elegante Mordgeschichte hat, ist das ein guter Film: unbedingt anschauen! Aber man sollte nicht erwarten, dass "How to make a Killing" ein neuer Klassiker wird."