Förderung begabter Schüler: Was in Baden-Württemberg besser werden muss

Baden-Württemberg will die Begabtenförderung an den Schulen ausbauen. Heute wurde das Konzept des MINT-Exzellenzgymnasiums in Bad Saulgau im Kreis Sigmaringen vorgestellt. "Das ist ein tolles Angebot", sagt die Vorsitzende des Philologenverbandes BW, Martina Scherer, im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Alfred Schmit. Es reiche aber nicht aus.

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"Es ist leider nicht allen Schülerinnen und Schülern möglich, an diese besonderen Standorte zu gehen - wie in Bad Saulgau", gibt Martina Scherer zu bedenken. Es handele sich um ein Oberstufengymnasium mit Internat. Einige Schüler könnten aus familiären Gründen dort nicht sein oder sie wollten kein Internat besuchen, "denn das ist eine andere Art der Schulform".

Start für MINT-Exzellenzgymnasium im Schuljahr 2026/27

Das Exzellenzgymnasiums in Bad Saulgau soll im Schuljahr 2026/27 mit dem Unterricht starten. Leistungsstarke Jugendliche werden im MINT-Bereich gefördert - also in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Die Klassenstärke soll bei 16 Schülern liegen. Ziel ist eine intensive Fachförderung mit individueller Entwicklung

Philologenverband fordert kleinere Klassen an Gymnasien

An diesem Punkt setzt die Kritik der Vorsitzenden des Philologenverbandes BW an. An Gymnasien müssen nach wie vor bis zu 30 Jungen und Mädchen gemeinsam in einer Klasse lernen. Doch der Wunsch der Lehrkräfte nach kleineren Klassen sei groß. Die Kolleginnen und Kollegen würden sich davon versprechen, dass sie mehr Zeit für die Arbeit mit den Schülern bekommen - gleichermaßen für wissenschaftliche Inhalte als auch für das pädagogische Wirken. Deshalb sollte die Klassenstärke an allen baden-württembergischen Gymnasien verkleinert werden, fordert Martina Scherer.