"Fehler muss man liebgewinnen": Warum Forschung ohne Pannen zum Stillstand verdammt ist

Forscher wollen die Welt verändern. Deshalb arbeitet Philip Willke am Physikalischen Institut (PHI) des KIT an einer neuen Form der Mikroskopie - der Rastersondenmikroskopie. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Jonathan Hadem vergleicht er sich in gewisser Weise mit Christoph Kolumbus.

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"Vor 500 Jahren hat man sich ein schönes Schiff gebaut und ist um die Welt gesegelt - an Orte, die noch keiner gesehen hatte", sagt der Wissenschaftler vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Inzwischen sei auf der Erde schon fast alles erforscht. Das gelte jedoch nicht für den Mikrokosmos. "Da sehen wir hin und gucken: Was macht Mutter Natur auf dieser Größenskala?" Ziel sei es herauszufinden, wie Materie auf der kleinsten Skala funktioniert.

Was ist Rastersondenmikroskopie?

Der Forschungsbereich von Philip Willke ist die Rastersondenmikroskopie. Dabei wird das Bild nicht mehr mit einer Linse vergrößert, sondern man schaue sich Oberflächen per Tastsinn an. "Das kann man sich vorstellen, wie Blindenschrift oder eine sehr scharfe Schallplattenspielernadel", erklärt der Wissenschaftler. Dadurch entstünden Bilder auf atomarer Ebene - also von einzelnen Atomen und Molekülen.

Warum Forschung ohne Fehlschläge nicht funktioniert

Rückschläge bei der wissenschaftlichen Arbeit gehören für den KIT-Forscher im Alltag dazu. "Man muss sie liebgewinnen", ergänzt er. Wichtig sei es allerdings, "dass ich aus jedem Fehler, den ich mache, etwas lerne".

Die optimale Anzahl an Fehlern ist nicht null. Dann macht man keinen Fortschritt.

Wie Wissenschaft beflügeln kann

Der Antrieb für jeden Forscher ist es, etwas Neues zu entdecken. Wenn das gelinge, stelle sich ein "euphorisches Gefühl" ein, sagt Philip Willke: "wenn ich weiß, dass ich gerade etwas weiß, was sonst keiner bisher wusste. Das ist so ein bisschen, wie Ostereiersuchen und das Glücksgefühl, wenn man ein Osterei gefunden hat."

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