Zwischen Angst und Aufbruchstimmung: Wie der persönliche Neustart gelingen kann

Menschen streben nach Veränderung und fürchten sich doch davor. Dieser Widerspruch zeige sich häufig bei einem persönlichen Neustart, sagt die Psychologin Eva Asselmann im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Jonathan Hadem. Der Grund dafür liege in der menschlichen Psyche.

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Einerseits wollten wir etwas Neues beginnen, andererseits erzeuge jede Veränderung auch Stress. Diese Reaktion erklärt die Psychologin damit, dass Routinen und Gewohnheiten erst einmal neu aufgebaut werden müssten. Die Folge sei oft ein Gefühlsmix: Auf der einen Seite erlebe man Aufbruchstimmung - auf der anderen Seite Angst und Unwohlsein.

Neustarts sind der Motor der menschlichen Entwicklungen. Wir brauchen immer wieder neue Herausforderungen.

Neustart mit etwas "Kleinem und Konkreten"

Jeder Neustart müsse wohl überlegt sein, gibt die Psychologin zu bedenken. Die Beweggründe sollten klar definiert sein. Außerdem helfe es, "sich etwas Kleines und Konkretes vorzunehmen und über die Zeit Routinen aufzubauen". Dadurch wachse die Wahrscheinlichkeit, die gesetzten Ziele zu erreichen und man habe bereits am Anfang Erfolgserlebnisse. Wer zu große Veränderungen sofort angehen wolle, laufe dagegen Gefahr, "sich komplett zu übernehmen", warnt Eva Asselmann. Ein Misserfolg sei die Folge und viele würden "nach drei Tagen alles wieder hinschmeißen".

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"Wenn-Dann-Pläne" für den Neustart erstellen

Hilfreich beim Neustart sind nach Ansicht der Psychologin auch "Wenn-Dann-Pläne". Dadurch könnten neue Aktivitäten gut in den Alltag integriert werden. Als Beispiel nennt sie den Vorsatz, mehr Sport zu treiben. "Wenn" ich regelmäßig einmal die Woche laufen gehen möchte, "dann" mache ich das jeden Donnerstag und stelle die Laufschuhe schon hin, empfiehlt Eva Asselmann. "Dann muss ich mich nicht mehr dazu überreden, denn der Plan steht schon fest. Ich muss ihn nur noch umsetzen."

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