Frühstücks-Quarch: Warum sind uns unsere Kinder so wenig wert?

Was sind uns unsere Kinder wert? Offenbar zu wenig. In einer UNICEF-Vergleichsstudie zum Wohlbefinden von Kindern belegt Deutschland nur den 25. Platz von 37 bewerteten Ländern. Was ist bei uns los?

Teilen

Stand

Wie kann es sein, dass angesichts dieser Meldung in der Politik nicht sämtliche Alarmglocken schrillen? Der Bestseller-Autor und Philosoph Christoph Quarch gibt jeden Freitagmorgen seinen "Frühstücks-Quarch" im Radioprogramm SWR Aktuell ab. Er sucht sich also jede Woche ein Thema aus, über das er nachdenkt und sich manchmal auch aufregt.

"Größer werdender Teil unserer Bevölkerung ist Ich-fokussiert"

Diesmal versucht er sich zu erklären, warum einem Teil der Kinder hierzulande ganz offensichtlich zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Er sieht das Problem darin, "dass immer mehr Menschen hierzulande so sehr mit ihrer persönlichen konsumgetriebenen Gegenwart beschäftigt sind, dass sie nicht bereit sind, Verantwortung für die Zukunft der Kinder zu übernehmen". Wer immer nur um sich und seine eigenen Probleme kreise, habe auch für Kinder keine Zeit mehr. Aus dieser "Ich-Fokussierung" herauszukommen, sei sehr schwer, meint Quarch im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch.