An der Umfrage haben insgesamt 2.500 Freiwillige zwischen 16 und 39 Jahren teilgenommen. Unter den Teilnehmenden mit einer bereits diagnostizierten Depression, haben 69 Prozent bereits Chatbots für Gespräche über psychische Probleme genutzt. Wer gerade in einer depressiven Phase war, fragte die KI sogar noch häufiger um Rat – auch in längeren Gesprächen, ähnlich wie bei einem Menschen. Dabei wird die KI als hilfreich erlebt. Zwei Drittel der Nutzerinnen und Nutzer empfinden gegenüber dem Chatbot sogar Nähe und Verbundenheit. Bedenklich ist aus Sicht der Stiftung Depressionshilfe allerdings, dass nach den KI-Kontakten in mehr als der Hälfte der Fälle verstärkt Gedanken an Selbstverletzung und Suizid auftraten. Professor Ulrich Heger, Vorstandsvorsitzender der Depressionshilfe, fordert schnell große Studien, um Nutzen und Risiken besser abwägen zu können.
"KI als bester Freund ist ein Alarmsignal" In einer Beziehung mit einem Chatbot: Kann man sich seinen Partner mit einer KI erstellen?
Künstliche Intelligenz kann vieles. Aber können wir uns auch in Avatare oder Chatbots verlieben? Und was bedeutet das für unser Beziehungsverhalten? Max war neugierig.
Recycling für die Unabhängigkeit
In Pforzheim nimmt eine Recyclinganlage für Seltene-Erden-Magnete die Arbeit auf. Die Metalle sind für viele Industrien unverzichtbar, werden aber hauptsächlich in China abgebaut. Die Anlage soll alte Magnete neu aufbereiten. Laut Unternehmensgründer Carlo Burkhardt funktioniert das so: Man legt die magnethaltigen Komponenten in Wasserstoff – bei Raumtemperatur und relativ niedrigem Druck. Aufgrund der hohen Reaktivität zersetzt sich der Magnet in ein Pulver, das gleichzeitig entmagnetisiert wird. So kann man es leicht von den anderen Komponenten trennen und aus diesem Pulver wieder neue Magneten machen.
07.04.2026 Seltene Erden: Europas gefährliche Abhängigkeit und das stockende Recycling
China kontrolliert den Markt für seltene Erden. Europas Recyclingziele geraten ins Wanken – und wertvoller Magnetschrott wandert zurück nach China. Ein Problem für die EU.
Weitere Themen aus der Sendung
Stadtratsbeschluss 50er-Blitzer: Marode Schnellstraße in Ludwigshafen wird im Sommer saniert
Die marode Schnellstraße am BASF-Tor 12 in Ludwigshafen wird laut Stadtratsbeschluss im Sommer saniert. Durch Blitzerkontrollen droht mehr als 500 Autofahrern ein Fahrverbot.