Info-Date am Mittag: Festnahme nach Anschlag auf Nord-Stream-Pipeline ++ Flusspegelstände steigen leicht

Der Anschlag auf die Nord-Stream-Pipeline ist fast zwei Jahre her. Dem Anführer der Gruppe, die dafür verantwortlich sein soll, wird bald in Hamburg der Prozess gemacht. Jetzt gibt es eine zweite Festnahme. Über dies und weitere Themen berichtet SWR Aktuell-Moderator Simon Dörr im Info-Date am Mittag.

Teilen

Stand

Von Autor/in Simon Dörr

Der Mann soll einer der Taucher gewesen sein, die die Sprengsätze in der Ostsee von einem Segelboot aus in rund 80 Metern Tiefe an den Pipelines angebracht haben. Und es handelt sich ausgerechnet um den Mann, den der Generalbundesanwalt bereits im vergangenen Jahr in Polen lokalisiert hat. Er bat daraufhin um seine Festnahme und Auslieferung. Die polnische Justiz hatte sich allerdings (entgegen zwischenstaatlicher Vereinbarungen) geweigert, den Mann auszuliefern. Das führte zu erheblichen diplomatischen Verstimmungen. Er kam wieder frei. Nun ist es den Ermittlern gelungen, den Mann in Kroatien ausfindig zu machen. Deutschland wird seine Auslieferung erneut beantragen.

Flusspegelstände steigen leicht

Regen hat dafür gesorgt, dass der Rheinpegel leicht angestiegen ist. Bei Karlsruhe lag er zum ersten Mal seit 14 Tagen wieder über 3 Meter 40. Und auch am Pegel bei Kaub bessert sich die Lage etwas. Hier wurden letzte Nacht 14 Zentimeter gemessen, mehr als doppelt so viel, wie noch 24 Stunden zuvor. Ab einem Pegel von über 15 Zentimetern kann die Fähre laut den Betreibern wieder genutzt werden. Bei der Frachtschifffahrt hängt der nötige Pegel stark vom Schiffstyp und der Beladung ab, für die Umwelt ist der leichte Anstieg aber ebenfalls eine Entlastung. Durch mehr Wasser in den Flüssen, steht den Tieren wieder mehr Lebensraum zur Verfügung. Außerdem sorgt mehr Wasser dafür, dass die Wassertemperatur wieder sinkt. Das ist besonders für Fische wichtig. Auch der leichte Anstieg des Pegel Marxzell bei Karlsruhe hilft etwas. Das Land kategorisiert den Wasserstand aber dennoch als extrem niedrig. Langfristig reichen kurze Regenschauer nicht aus. Bodenfeuchte, Grundwasser und die Zuflussmenge aus den Quellen sind entscheidend, damit die Pegel wieder einen normalen Wasserstand anzeigen.