Europa sucht im Irankrieg weiter nach einer einheitlichen Linie. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte, man dürfe dem Mullah-Regime keine Träne nachweinen. EU-Ratspräsident Antonio Costa fordert eine regelbasierte Weltordnung. Spanien wiederum positioniert sich ganz klar gegen den Krieg.
Auch wenn die Auswirkungen des Kriegs spürbar sind - nach fast zwei Wochen Krieg nimmt Europa in dem Konflikt zunehmend die Rolle des Zuschauers ein.
"Je länger dieser Krieg dauert, desto gefährlicher wird’s", warnt SPD-Außenpolitiker Tobias Cremer. Er ist Abgeordneter im Europäischen Parlament und Mitglied in den Ausschüssen für auswärtige Angelegenheiten sowie Sicherheit und Verteidigung. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch sagt er: "In Europa hätte keiner diesen Krieg angefangen. Gleichzeitig ist jeder dafür, dass dieses Mullah-Regime endet. Jetzt ist die Frage: Was können wir konkret tun?"
Völkerrecht verteidigen
Cremer fordert, Völkerrechtsbrüche als solche zu benennen und Sanktionen zu erlassen. Und auch wenn auf die USA kein Verlass mehr wäre, wie in der Vergangenheit, müsse man dennoch die regelbasierte Ordnung stärken. Wie das gelingen kann, erklärt Außenpolitiker Cremer im Gespräch mit SWR Aktuell.
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