Maschinenbau-Gipfel: Was ein Unternehmer aus Künzelsau von der Politik erwartet

Die Industrie in Deutschland steckt in der Krise. Vor diesem Hintergrund findet der 15. Maschinenbau-Gipfel statt. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wird erwartet. Unternehmen sollten sich nicht allein auf die Politik verlassen. Das sagt Vorstandschef Joachim Ley vom Ventilatoren- und Antriebstechnikhersteller Ziehl-Abegg aus dem baden-württembergischen Künzelsau im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Fischer.

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Von Autor/in Andreas Fischer

Der Unternehmenschef verweist darauf, dass Ziehl-Abegg global aufgestellt sei. Die Firma erwirtschafte 90 Prozent des Umsatzes außerhalb von Deutschland. Trotzdem sei auch der heimische Standort relevant. Denn mit 2.800 Beschäftigten habe etwa die Hälfte der Mitarbeiter ihren Job in der Region Hohenlohe in Nord-Württemberg.

Deutschland hat über viele Jahre einen sehr guten Job gemacht - was Qualität und Effizienz angeht.

'Bauturbo' von schwarz-rot schafft Arbeitsplätze

Zum Erhalt des Industriestandortes Deutschland sind nach Einschätzung des Chefs der Künzelsauer Firma die Rahmenbedingungen entscheidend. Deshalb begrüßt er den von der schwarz-roten Bundesregierung angekündigten 'Bau-Turbo'. Der Gesetzentwurf wird zurzeit im Bundestag beraten. Mittelfristig werde dadurch mehr Bautätigkeit entstehen. Wenn die Produkte in Deutschland nachgefragt würden, komme das seinem Unternehmen zugute und Arbeitsplätze würden geschaffen werden. "Da schließt sich dann wieder der Kreis."

Als ebenfalls "gute Idee" bewertet Joachim Ley die EU-Gebäuderichtlinie, die ein Beitrag zur Nachhaltigkeit sei. Ventilatoren und Aufzugsmotoren von Ziehl-Abegg zeichneten sich durch Energieeffizienz aus. Bei der Modernisierung von Gebäuden könne seine Firma einen Beitrag leisten, um den Energieverbrauch zu reduzieren.

Reformen zum Erhalt von Arbeitsplätzen notwendig

Von der schwarz-roten Bundesregierung erwartet der Chef des Künzelsauer Unternehmens, dass die drängenden Probleme angegangen werden: Dazu gehörten: Energiekosten, Bürokratie und Steuerung der Zuwanderung. Die Wirtschaft befinde sich an einem Punkt, "wo es um den Erhalt von Arbeitsplätzen in Deutschland geht".

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