Niedrigwasser am Bodensee: Wo Bootfahren und Segeln derzeit noch möglich ist

Die hohen Temperaturen und die Trockenheit machen den Menschen am Bodensee zu schaffen. Vor allem denjenigen, die ein Boot haben oder eines mieten möchten. In einigen Gegenden sitzt man auf dem Trockenen. Aber längst nicht überall.

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"Am Obersee zwischen Bodman-Ludwigshafen im Westen und Bregenz im Osten gibt es überwiegend, bis auf ein paar kleine Ausnahmen, keine Probleme", sagt SWR-Reporter Gerald Pinkenburg. Dort komme man auch mit den meisten Segelyachten, die einen Tiefgang von 1,50 Meter haben, noch in die Häfen rein. Dennoch seien viele Mieter von Segelyachten verunsichert und fragten, bevor sie buchen, ob sie genügend Wasser unterm Kiel haben.

Friedrichshafen

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Bootfahren am Untersee selbst mit flachen Booten kaum möglich

Dramatischer sei die Situation dagegen am kleineren Untersee, beispielsweise bei Radolfzell oder Gaienhofen-Horn, sagt Pinkenburg. "Bootfahren ist dort kaum noch möglich, noch nicht mal mit flachen Booten.“

Geringe Schneeschmelze, Trockenheit im Frühjahr und jetzt die Hitze

Als Gründe für das extreme Niedrigwasser gelten unter anderem die geringe Schneeschmelze, bedingt durch wenig Schneefall im Winter in den Alpen und ein trockenes Frühjahr, das für niedrige Pegel am See gesorgt habe. Durch die Hitzewellen würden jetzt pro Tag ein bis drei Zentimeter Wassertiefe verloren gehen, sagte der Hafenmeister von Horn, Jürgen Schulz, unserem SWR-Reporter. Die Stimmung unter den Bootsbesitzern und die Situation bei den Ausflugsschiffen schildert Bodensee-Reporter Gerald Pinkenburg im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Ulrike Alex.