Politikwissenschaftler Volquardsen: "Grönland ist zweifelsohne wichtig für die Sicherheit der USA"

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Die Aussagen von US-Präsident Donald Trump zu Grönland sorgen international für Unruhe. Zwar will US-Außenminister Marco Rubio nun Gespräche mit Dänemark führen, eine militärische Option ist aber nicht ausdrücklich ausgeschlossen. In Europa wächst die Sorge, die USA könnten ihren Einfluss in der Arktis ausweiten. Der Politik- und Kulturwissenschaftler Ebbe Volquardsen, der viele Jahre in Grönland gelebt und geforscht hat, hält Trumps militärische Begründung für wenig überzeugend. Die USA seien sicherheitspolitisch bereits heute stark präsent und könnten ihre militärische Zusammenarbeit mit Grönland weiter ausbauen, ohne eine Annexion.

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Gespräche statt Eskalation

Volquardsen sieht hinter der scharfen Rhetorik vor allem politischen Druck. Die anhaltenden Drohungen hätten bei Grönland, Dänemark und der NATO gezielt Unsicherheit erzeugt. Dass nun Gespräche angekündigt sind und die grönländische Regierung beteiligt werden soll, werde vor Ort dennoch als positives Signal gewertet. Auch Warnungen vor massivem chinesischem oder russischem Einfluss in der Region hält Volquardsen für übertrieben. Zwar sei die Arktis geopolitisch wichtig, konkrete Bedrohungsszenarien, wie sie Trump beschreibt, seien derzeit jedoch nicht erkennbar.

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