Privates Altersvorsorgedepot: So hoch sind die Steuervorteile

Die Bundesregierung plant eine neue Reform zur privaten Altersvorsorge: das sogenannte Altersvorsorgedepot. Ziel ist es, Arbeitnehmern mehr Möglichkeiten zu geben, eigenständig für das Alter zu sparen, zum Beispiel über Aktien oder Fonds. Dabei sollen sie von steuerlichen Vorteilen profitieren. Wie funktioniert das? Und für wen lohnt es sich?

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Das Altersvorsorgedepot ist eine Weiterentwicklung des staatlich geförderten Konzepts der "Riester-Rente". "Es sollen vor allem die Fehler, die bei Riester gemacht wurden, zum größten Teil behoben werden", sagt Saidi Sulilatu, Chefredakteur bei "Finanztip", in SWR Aktuell.

"Auch ETFs und Aktien-ETFs sollen bespart werden können"

Das seien zum einen die hohen Kosten. "Es soll auch hoffentlich möglich sein, beim Altersvorsorgedepot einen günstigen Vertrag, nämlich ein Depot bei einer Bank, zu eröffnen - und dort auch nicht nur geförderte Fonds, sondern auch gefördert günstige Aktien-ETFs besparen zu können."

Das funktioniere zu wesentlich niedrigeren Kosten als bei Riester und auch ohne Garantie: Bei Riester sei auch immer das Problem gewesen, dass dort die eingezahlten Summen zum Ablauf garantiert werden.

Das ist eben in der Finanzwelt eine ganz wichtige Regel: Garantien kosten Geld. Wenn man diese Garantien über lange Zeit weglässt, lohnt sich das erheblich.

Chefredakteur Finanztip, Saidi Sulilatu
Dirk Spath

Staat zahlt bis zu 480 Euro pro Jahr

Der Unterschied zu einem normalen ETF-Depot bestehe darin, dass man zunächst eine staatliche Förderung auf seinen ETF-Sparplan bekomme. "Bei einer Einzahlung von 150 Euro pro Monat sind das auf das Jahr gerechnet 480 Euro Förderung als Single – und pro Kind nochmal bis zu 300 Euro." Dieses Geld muss laut dem Finanzexperten zunächst nicht versteuert werden. "Es müssen keine Steuern auf Vorabpauschalen bezahlt werden - aber im Alter muss ich Steuern zahlen."

Da in der Regel für die meisten der Steuersatz im Alter niedriger sein wird als im Erwerbsleben, lohnt sich diese späte Steuerzahlung durchaus.

"Nicht in teure Fonds stecken lassen"

Wichtig sei nur, sich nicht in einen teuren Vertrag stecken zu lassen, dessen Kosten man nicht überblickt. Wer ab Januar 2027 Altersvorsorgedepots anbieten darf - und bis zum welchem Alter es sich überhaupt lohnt, damit zu starten, erklärt Saidi Sulilatu im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Petra Waldvogel.

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Saidi Sulilatu gehört zu den bekanntesten Finanzjournalisten Deutschlands. Er arbeitet für die Plattform Finanztip und ist Experte für Geldanlage, Vorsorge und Verbraucherfinanzen.

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