Videos streamen, online surfen oder aus dem Homeoffice arbeiten - für all das braucht man das Internet, und das sollte im besten Fall schnell sein. Doch viele Haushalte in Deutschland sind nicht mit Hochgeschwindigkeitsinternet versorgt. Möglich wäre das mit Glasfaser, aber das gibt es noch nicht flächendeckend. Der Grund hierfür liegt auch in der Vergangenheit, erklärt Sven Knapp vom Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO). "Deutschland hat viel zu lange auf die alte Kupfer-Technologie gesetzt" - im Gegensatz zu anderen Ländern in Europa, die sich früher um Glasfaser bemüht haben.
Schnelles Internet? Unterdurchschnittlicher Glasfaserausbau in BW und RLP
Aber auch innerhalb Deutschlands gibt es seinen Erkenntnissen nach Unterschiede: Im Bundesdurchschnitt haben laut Knapp 50 Prozent der Haushalte einen Glasfaseranschluss. In Rheinland-Pfalz sind es nur 40 Prozent, in Baden-Württemberg sogar nur 33 Prozent. Beide Länder liegen also unter dem Bundesdurchschnitt beim Glasfaserausbau, so Knapp. Insgesamt blickt er aber optimistisch in die Zukunft - zum Beispiel was die Qualität der Bauleistungen angeht. Auch die Politik setze richtige Zeichen. Welche genau das sind und warum auch Menschen, die bisher kein Interesse an Glasfaser hatten, seiner Meinung nach einen Anschluss bekommen sollten, darüber hat Sven Knapp mit SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich gesprochen.