Es ist wieder heiß in Deutschland. Die Temperaturen bewegen sich aktuell zwischen 30 und 40 Grad. Die hohen Temperaturen sind anstrengend. Während die einen jedoch ihrer Arbeit in einem klimatisierten Büro nachgehen können, sind andere der Hitze schonungslos ausgesetzt. Betroffen sind Menschen, die draußen arbeiten, wie Arbeiterinnen und Arbeiter auf dem Bau. In der Sonne zu arbeiten, bezeichnet Frank Werner, stellvertretender Leiter der Präventionsabteilung bei der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft, als "extreme Gefahr".
Gesundheitliche Risiken bei Arbeiten in der Hitze
Zum einen seien die Beschäftigten der Sonneneinstrahlung ausgesetzt, was zu Sonnenbrand und langfristig zu weißem Hautkrebs führen kann. Zum anderen steige das Risiko an Hitzeerkrankungen, so Werner. "Das heißt, der Körper heizt sich auf und damit haben wir ein erhebliches Thema hinsichtlich der Herz-Kreislauf-Gesundheit. Wir verlieren Flüssigkeit, die Organe werden nicht mehr ordnungsgemäß versorgt."
Zudem sei die Konzentrationsfähigkeit bei extremer Hitze beeinträchtigt, was die Leistungsfähigkeit beim Bedienen von Maschinen reduziere.
Hitzeschutz neu denken
Um die Hitze zu umgehen, sei es sinnvoll, Arbeitszeiten anzupassen, früher am Morgen zu beginnen beispielsweise. Das alles sei jedoch nur ein Anfang, so Werner.
"Wir kennen es im Bauvertragsrecht, dass es für den Winter entsprechende Regelungen gibt. Warum soll es die nicht auch für den Sommer geben?", fragt sich der stellvertretende Leiter der Präventionsabteilung bei der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft. Auch eine Hitzefrei-Regelung auf dem Bau hält er für denkbar. Inwieweit diese umsetzbar wäre, beschreibt Frank Werner im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch.
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