Edgar Koslowski ist Erster Vorsitzender des Landesverbandes Baden-Württemberg im Bundesverband Deutscher Schwimmmeister. Er ist zwar eigentlich in Rente, aber wegen des Personalmangels im Landkreis Waldshut immer noch aktiv. Seinem Eindruck nach gibt es in Baden-Württemberg in der Rheinebene viele "Problembäder".
In SWR Aktuell sagt er, dort liege "einiges im Argen". Das Badepersonal werde "beleidigt, bedroht und teilweise körperlich angegangen". Oftmals werde auch die Polizei gerufen, die dann Personalien aufnehme und deeskalieren würde.
Wir selbst können nur über die Haus- und Badeordnung Personen des Schwimmbades verweisen. Das löst das Problem aber nicht. Die [Verwiesenen] gehen dann in andere Bäder, auf Seen oder in Parks und machen da weiter.
Statistik kann Anstieg an Straftaten nicht bestätigen
Mit seinen Eindrücken steht Koslowski allerdings im Widerspruch zu den Zahlen der Innenministerien. Demnach hat sich bei Straftaten in Schwimmbädern seit Jahren wenig geändert. Die Frage ist, ob die Pöbeleien und Randale unterhalb der Schwelle von Straftaten passieren.
50 Männer lassen Situation eskalieren Über Zäune geklettert und Baderegeln missachtet - Polizei räumt Freibad in Kehl
Über 50 Männer sind am Sonntag in Kehl über die Zäune eines Freibads geklettert. Die Polizei hat das Bad dann geräumt. Auch mehrere Badeunfälle beschäftigten die Einsatzkräfte.
Der Verbandschef des Landesverbands Deutscher Schwimmmeister sagt, er bekomme täglich Rückmeldungen vom Badepersonal. In sogenannten Problembädern gebe es bald kein Personal mehr, das dort arbeiten wolle - weil der Stress immer größer werde, so Koslowski im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich.
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