Mit Kurzvideos über den Holocaust lernen. Dieses Ziel verfolgt eine Reihe unter dem Titel "Shoah Stories". Mehr als 20 Holocaust-Gedenkstätten, Museen und Bildungseinrichtungen weltweit haben sich für dieses Projekt zusammengetan. Koordiniert wird das Ganze vom Berliner Anne-Frank-Zentrum.
Inhalte gut, Ausspielwege fraglich
"Die Inhalte sind fachlich sehr gut gemacht", sagt Heike Radvan vom Institut für Rechtsextremismusforschung an der Universität Tübingen. Ob allerdings eine Plattform wie Tiktok die richtige für die Verbreitung der Videos ist, stellt sie in Frage. "Tiktok ist eine dieser Plattformen, wo sehr viel extrem rechte Einstellung verbreitet wird, ohne reguliert zu werden", so die Professorin. Aus der Forschung wisse man, dass junge Menschen, die sehr viel Zeit auf dieser Plattform verbringen, nicht nur damit konfrontiert werden, sondern rechten Narrativen auch eher zustimmen.
Dennoch kann die Expertin mit Blick auf die Rechtsextremismusprävention dem Projekt viel Gutes abgewinnen. "Es ist eine Antwort, um Jugendliche damit in Kontakt zu bringen", sagt Heike Radvan im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Fischer.
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