Die Politik müsse dringend die Rahmenbedingungen verbessern: "Unsere Energiekosten sind zu hoch." Gleiches gelte für Steuern und Abgaben. Das mache Arbeit in Deutschland teuer. Hinzu komme eine "überbordende Bürokratie", sagt die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA). All das schwäche den heimischen Standort im weltweiten Handel.
Die Zölle sind nur die Spitze eines Eisbergs der Belastungen in der Wettbewerbsfähigkeit.
Die beste Antwort auf die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump sei es, auf internationaler Bühne neue Handelspartner zu finden und neue Allianzen zu schließen. Das helfe gegen Trumps "protektionistische Politik". Notwendig dafür sei ein "Besinnen auf die eigene Stärke".
Zolleinigung mit den USA: "Verbesserung der aktuellen Situation"
Die rückwirkend zum 1. August vereinbarten US-Importzölle von 15 Prozent für Autos seien "eine Verbesserung der aktuellen Situation", sagt die Verbandschefin. Seit April hat der Satz bei 27,5 Prozent gelegen. Vor der zweiten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump wurden für deutsche Autos allerdings nur Importzölle von 2,5 Prozent fällig.
Deshalb seien die finanziellen Belastungen für die Automobilindustrie gestiegen. "Insofern ist der neue Weltprotektionismus eine schlechte Nachricht für den Freihandel, für die Arbeitsplätze, aber auch für die Verbraucherinnen und Verbraucher in den USA."
VDA-Chefin gegen Produktionsverlagerung in die USA
US-Präsident Donald Trump hat wiederholt gefordert, deutsche Autobauer sollten ihre Produktion in die USA verlagern. VDA-Präsidentin Hildegard Müller hält wenig von diesem Vorschlag und verweist auf die Bedeutung für die Beschäftigten: "70 Prozent der Arbeitsplätze der deutschen Autoindustrie sind mit dem Export verbunden." Die Branche sichere in vielen Regionen Wachstum und Beschäftigung.
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