USA erlauben Kauf von russischem Öl: Zieht Europa nach?

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Der Irankrieg lässt die Ölpreise steigen. Um dem Gegenzusteuern, hat US-Präsident Trump einige Sanktionen gegen Russland gelockert und einen Kauf von russischem Öl vorübergehend erlaubt. Auch Deutschland und viele andere Länder drehen an Stellschrauben, um den Ölpreis einzufangen. Jedoch – mit Blick auf die von Russland angegriffene Ukraine - immer mit dem Ziel, ohne russisches Öl auszukommen, um das Land nicht zu stärken.

"Es zeigt sich immer wieder, dass die USA beziehungsweise die Trump-Regierung nicht auf Seiten der Ukraine ist", sagt Anton Hofreiter (Grüne), Vorsitzender des Europa-Ausschusses im Bundestag. Dass Europa es Trump gleichtut, "die Gefahr ist bereits da", meint Hofreiter und mahnt, dass es jetzt die Hauptaufgabe sei, sich verstärkt um die Ukraine zu kümmern, denn: "Der Angriff Russlands ist nicht nur ein Angriff auf die Ukraine, sondern de facto auf uns alle."

Die Rolle Deutschlands im russischen Angriffskrieg auf die Ukraine

Hofreiter fordert von der Bundesregierung, eine Führungsrolle einzunehmen, und regt an, über Bündnisse nachzudenken, die ohne Ungarn oder die Slowakei funktionieren. Wie er das aktuelle Handeln der Bundesregierung in der Energiekrise bewertet, erzählt Anton Hofmeister im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Laura Koppenhöfer.