Mit dem Start ins Wintersemester stehen einige Studierende in Baden-Württemberg ohne Wohnung da. Die Wohnheime sind voll, WG-Zimmer unbezahlbar. Besonders in den Hochschulstädten im Land gibt es zu wenig günstigen Wohnraum. Wer kein Zimmer bekommt, muss pendeln.
Die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt zeigt sich auch in Form von Wartelisten. "Im vergangenen Jahr standen rund 900 Studierende auf der Warteliste für ein Zimmer im Studentenwohnheim", sagt Ralf Brodda, Geschäftsführer des Mietervereins Stuttgart.
Der Kampf um bezahlbaren Wohnraum
Wichen die Studierenden auf den freien Wohnungsmarkt einer Stadt aus, würden sie mit Menschen mit geringem Einkommen konkurrieren. Das treibe die Preise nach oben. WG-Zimmer lägen nicht selten bei einer Monatsmiete von 500 bis 700 Euro, so Brodda. Um eine bezahlbare Bleibe zu bekommen, müssten Abstriche gemacht werden.
Wohnungsmarkt in Hochschulstädten Mieten für Studierende auf Rekordniveau
Studierende in Deutschland zahlen im Schnitt mehr als 500 Euro für Wohnkosten - ein neuer Rekord. Das zeigt eine neue Analyse des Moses Mendelssohn Instituts.
Der Bund stellt auch in diesem Jahr 500 Millionen Euro für junges Wohnen zur Verfügung. Warum das aber laut dem Geschäftsführer des Mietvereins Stuttgart bei weitem nicht reicht, erklärt Ralf Brodda im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich.