"Das Beste, was möglich war": Warum die EU keinen schlechten Zoll-Deal mit den USA hat

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"Es ist ja eine Einigung", sagt Achim Wambach, Präsident des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim, in SWR Aktuell über den Zoll-Deal zwischen der EU und den USA. Die Alternative wäre laut ihm eine Auseinandersetzung gewesen - so wie China das mache. Ob das aber der bessere Weg ist, bezweifelt der Experte. Der Konflikt gehe schließlich weit über die Zölle hinaus. Die USA wollten mit den Zöllen Teile des Haushalts finanzieren, daher sei es illusorisch, als Ziel gar keine Zölle zu setzen. Er bewertet den Deal deshalb als "das Beste, was möglich war."

15 Prozent Import-Zölle auf fast alle Waren, die die EU in die Vereinigten Staaten verkaufen will – das ist das Ergebnis. Diese 15 Prozent seien aber schlecht für die USA, sagt Wambach im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch. Warum das so ist und welches Potenzial für Wirtschaftswachstum die EU ausbauen sollte, darüber spricht Achim Wambach ebenfalls.

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