Die Alltagsbewältigung ist für Familien mit kleinen Kindern oft eine Mammutaufgabe. Beide Elternteile arbeiten, die Kita oder Schule deckt nur den halben Tag ab, die Großeltern wohnen weit weg. "Die Erwartungshaltung, die wir an Eltern haben, ist viel zu hoch, weil die gesamte Verantwortung auf ihnen lastet", sagt Zukunftsforscher Tristan Horx. Seiner Ansicht nach brauche es neue Organisationsformen.
Wir haben gerade in Deutschland aber auch weltweit eine Form von sozialer Rezension, wo wir uns immer weniger begegnen. Da ist die Familie ein ziemlich gutes Gegenmittel.
Es müsse wieder normaler werden, die Familie bei der Kindererziehung zu beteiligen.
"Gerade junge Kinder brauchen dringend soziale Kontakte, um ein sinnvolles soziales Netzwerk zu haben und soziale Fähigkeiten für die Zukunft aufzubauen" Man müsse dafür sorgen, dass Kinder mehr davon haben, nicht weniger, so Horx. Probleme, die man jetzt hat, könne man mit sozialen Innovationen lösen, die aus der Vergangenheit stammen. Auch neue Wohnformen und Erziehungsgemeinschaften seien denkbar, wie der Zukunftsforscher im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch beschreibt.
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