Manche Filme lassen einen nicht einfach nur zuschauen, sie treffen mitten ins Herz. So einer ist "Vier minus drei", der jetzt in die Kinos kommt. Der Film erzählt die wahre Geschichte von Barbara Pachl-Eberhart. Vor 18 Jahren verliert sie bei einem Unfall ihren Mann und ihre beiden kleinen Kinder.
Ein Film über das Danach
Filmkritikerin Anna Wollner beschreibt den Film als eine Art emotionalen Balanceakt: Erst zieht er einem den Boden unter den Füßen weg, dann stellt er einen langsam wieder hin. Denn "Vier minus drei", 3 bleibt nicht bei der Tragödie stehen. Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie lebt man weiter, wenn plötzlich alles weg ist? Der Film zeigt Trauer dabei nicht als etwas Abgeschlossenes, sondern als Zustand, der bleibt und sich verändert.
Traurig, ehrlich und überraschend warm
Ja, dieser Film geht nahe. Sehr nahe. Aber: Das Leid wird nicht ausgeschlachtet. Stattdessen setzt der Film auf Ehrlichkeit und leise Töne. Zwischen all der Schwere blitzen immer wieder kleine Momente auf: Wärme, Humor, ein vorsichtiges Lächeln. Genau das macht ihn so besonders. Hoffnung ist hier nichts Großes, sondern etwas Zerbrechliches. Auch formal geht der Film eigene Wege: Er springt zwischen dem glücklichen "Vorher" und dem schmerzhaften "Nachher". Das macht die Geschichte gleichzeitig erträglicher und trifft umso stärker.
Eine tolle Hauptdarstellerin
Vor allem lebt der Film von Valerie Pachner. Sie spielt keine Heldin, sondern einen Menschen im Ausnahmezustand. Viel passiert in kleinen Gesten, in Blicken. Genau das macht ihre Darstellung so eindringlich. Am Ende ist "Vier minus drei" kein Film, der einfache Antworten gibt. Aber einer, der zeigt: Trauer verschwindet nicht. Und trotzdem kann wieder so etwas wie Glück entstehen.