Besonders Nordhänge betroffen

Bergwacht Schwarzwald rät zur Vorsicht: Wo im Schwarzwald Lawinen drohen

Frischer Neuschnee und fester Eisschnee - diese Kombination lässt das Lawinenrisiko im Schwarzwald im Moment steigen - besonders am Feldberg. Worauf Wintersportler achten sollten.

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Von Autor/in Owusu Künzel, Jasmin Weis

Nach den Schneefällen der vergangenen Tage schätzt die Bergwacht Schwarzwald das Lawinenrisiko aktuell als erhöht ein. Betroffen seien vor allem Gebiete rund um den Feldberg, wie der Landesleiter der Bergwacht im Schwarzwald, David Hierholzer, sagte. Demnach fielen in den vergangenen Tagen auf den festen Eisschnee rund 30 bis 40 Zentimeter Neuschnee.

An welchen Schwarzwald-Hängen Lawinen drohen

Besonders an den Nordhängen ab etwa 1.300 Meter sei die Gefahr gestiegen. Das betreffe etwa das Zastler Loch, den Baldenweger Buck und den Nordhang des Herzogenhorns, so der Landesleiter der Bergwacht.

Hohe Lawinengefahr auch in Schweiz

Die Bergwacht gibt selbst keine Lawinenwarnung heraus. Hierholzer meinte aber, dass er die Gefahr für den Schwarzwald ähnlich wie seine Schweizer Kollegen einschätze. Der Schweizer Lawinenwarndienst spricht von "erheblicher Gefahr" an der Grenze zu Deutschland. In den höheren Schweizer Alpen wird von einer "großen" und "sehr großen Gefahr" gewarnt.

Lawinengefahr in den Alpen: Diese Warnstufen gibt es

In Europa gilt eine einheitliche Lawinengefahrenskala mit fünf Warnstufen. Diese reichen von Stufe 1 (gering) bis Stufe 5 (sehr groß). Bei Stufe 1 ist die Schneedecke allgemein stabil, Lawinen sind kaum zu erwarten. Ab Stufe 3 (erheblich) steigt das Risiko jedoch deutlich. Stufe 4 (groß) und Stufe 5 (sehr groß) stehen für akute Gefahr, bei der Lawinen spontan abgehen können.

Wie können sich Wintersportler schützen?

Grundsätzlich rät die Bergwacht dazu, beim Skifahren auf der Piste zu bleiben. Skitourengänger sollten den markierten Routen folgen und sich unbedingt am Tag der Tour über die aktuelle Wetter- und Schneelage informieren. Bei einer Skitour raten Experten von der Bergwacht außerdem dazu, sich mit einem Lawinenverschütteten-Suchgerät (LVS), einer Lawinenschaufel sowie einer Sonde auszustatten. Diese Ausrüstung könne im Ernstfall Leben retten.

Außerdem sollten Wintersportfans auf mögliche Alarmzeichen achten. Das seien beispielsweise laute "Wumm"-Geräusche, plötzliche Risse in der Schneedecke oder kritische Mengen an Neuschnee.

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